Wir tun es für Geld

Berlin (dpa) Alle profitieren davon - das denken sie zumindest. In «Wir tun es für Geld» geht es um eine kuriose Eheschließung mit ungeahnten Folgen. Eine turbulente, mit vielen Stars besetzte Komödie.

  • Wir tun es für Geld

    Florian Lukas als Moritz und Diana Amft als Ines 2013 in Berlin am Rande der Dreharbeiten zum Fernsehfilm "Wir tun es für Geld". Foto: Britta Pedersen

Diese Hochzeit ist eine ziemlich unterkühlte

Angelegenheit. Braut Ines (Diana Amft) und Bräutigam Moritz (Florian Lukas) haben nach dem Jawort alles andere als ein Strahlen im Gesicht. Und Ines' leidenschaftlicher Kuss gilt auch nicht ihrem frischgebackenem Ehemann.

«Wir tun es für Geld» heißt die Komödie um eine gewagte Scheinehe, die am Donnerstag um 20.15 Uhr bei 3sat läuft.

So eine Ehe ist das ideale Steuermodell, meint Ines' Vater, der die ganze Sache für seine als Finanzvorstand in einem großen Unternehmen gut verdienende Tochter eingefädelt hat. «Was macht man nicht alles für's Geld», seufzt der liebenswerte Verlierertyp Moritz, der sein schlecht bezahltes Arbeitsleben im Archiv eines Musikmagazins fristet. Immerhin beteiligt sich Ines als Dank für den Deal in Zukunft an seiner Miete.

Nach der Hochzeit trennen sich die Wege von Ines und Moritz also gleich wieder - bis Moritz' Nachbar Ekki Stöckelein-Grummler (Ludger Pistor) auftaucht und sich als Finanzbeamter auf der Jagd nach Steuerbetrügern vorstellt: «Man nennt mich die Python - von E bis H».

Und natürlich ist Ecki damit genau für die angeblichen Eheleute Ines und Moritz zuständig.

Es beginnt ein grandioses Täuschungsmanöver in bester

Screwball-Comedy-Manier - von Regisseur Manfred Stelzer mit leichter Hand inszeniert und mit überzeugenden Schauspielern bis in die Nebenrollen. «Die Ehe ist Schein, aber die Krise ist echt», stellt Moritz fest. Ines muss kurzerhand bei Moritz einziehen, damit die

Scheinehe nicht auffliegt. Ines' Freund Bernd (Matthias Weidenhöfer) tobt. Moritz' Mutter (Ursula Karusseit) ist verwundert. Und Moritz findet an der verzwickten Situation - und an Ines! - immer mehr Gefallen.

Vor allem Florian Lukas («Weissensee», «Good Bye, Lenin!») als sympathischer Loser und Ludger Pistor («Ein Schnitzel für alle») als herrlich verklemmter und verspießerter Sachbearbeiter brillieren in der Komödie. Die Widersacher freunden sich über die gemeinsame Leidenschaft für Jazz und Soul überraschend an. Diana Amft («Doctor's Diary», «Blonder als die Polizei erlaubt») punktet als plötzlich aus der Bahn geworfene Powerfrau mit ihrer großer Ausstrahlung.

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ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Januar 2018, 00:15 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Februar 2018, 03:33 Uhr