Die Anmeldezahlen für das kommende Schuljahr an der städtischen Realschule sind konstant.
SPD und CDU wenden sich damit – offenkundig auch im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung – gegen die Empfehlung des Schulgutachters Dr. Ernst Rösner. Der hatte, wie berichtet, vorgeschlagen, eine Nebenstelle der Olfener Wolfhelm-Gesamtschule ohne eigene Oberstufe in Datteln aus der Taufe zu heben. Dr. Rösners Vorschlag unterstützen bislang aber allein die Dattelner Grünen.
Beiden Vorschlägen, dem von Rösner und dem der beiden großen Parteien, ist gemeinsam, dass die Tage der Haupt- und Realschule in Datteln gezählt sind. Längeres gemeinsames Lernen innerhalb einer Schule bekommt den Vorzug gegenüber dem getrennten, dreigliedrigen Schulsystem.
Entscheidend wird in der Schulfrage aber nicht das Votum der Politik, sondern die Meinung der Eltern an Dattelns Grundschulen. Das Landesgesetz über die Gründung von Sekundarschulen sieht vor, dass die Eltern befragt werden müssen, ob sie die neue Schulform für ihre Kinder wollen. Wann und in welcher Form diese Befragung kommt, ist noch offen. Fest steht, dass die Stadt alle Eltern von Dritt- und Viertklässlern gründlich informieren und über ihre Schulpläne befragen muss. Und: Zusätzlich kann sie auch die Eltern der Erst- und Zweitklässler befragen.








