„Nehmen und Geben in einem vernünftigen Verhältnis“

24. Januar 2012 05:51

Leserbrief von: Stefanie Filiz, Datteln — Betr.: Erhöhung der Hundesteuer

So, nun ist die Erhöhung der Hundesteuer beschlossen und die Emotionen kochen hoch, weil zusammen mit dem neuen Steuerbescheid ein Erhebungsbogen zur Erfassung der Hunderassen verschickt wurde, um vermeintlich „gefährliche Hunde“ durch viel höhere Steuern belegen zu können. Armes Datteln!
Aber was tut man nicht alles, wenn das Stadt-Säckel leer ist. Die Hundebesitzer – zu denen ich mich auch zähle – leisten nun also ihren Beitrag, damit es der Stadt wieder besser geht. Zeit, auch mal etwas einzufordern: Was ist mit unseren Hundewiesen? Nur drei haben wir an der Zahl: Eine so weit in der Peripherie, dass sie nur mit dem Auto zu erreichen ist; eine mit so vielen Löchern, dass ganze Hunde darin verschwinden können; und eine, die seit mindestens einem Jahr ersatzlos entfallen ist, da dort die Riesenbaustelle am Mühlenbach ihre Lager aufgeschlagen hat. Bravo!
Hauptsache, das Ordnungsamt kontrolliert auch immer schön die Einhaltung des Leinenzwanges! Ob und wo die Hunde auch mal laufen dürfen, ist unseren Stadtobersten ja egal – Knöllchen können auch Einnahmequellen sein.
Das Sahnehäubchen ist jedoch dem beschert, der pflichtschuldig die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners einsammelt: Er findet keinen Mülleimer und ist so gezwungen, mit dem Beutelchen meilenweit spazieren zu gehen. Sehen Sie sich mal um: am Ehrenmal, im Park an der Realschule usw. Sie werden keine Mülleimer finden. Lediglich der Park am Hagemer Kirchweg hat wundersamerweise reichlich davon, teilweise sogar mitten auf dem Rasen!
Ich fände eine Steuererhöhung gar nicht so schlimm, wenn Nehmen und Geben in einem vernünftigen Verhältnis stünden.

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