Kurz nachdem die gehbehinderte Frau aus dem Kastenwagen geholt worden war, ging das Auto komplett in Flammen auf.
Ein Nachbar (33) bemerkte zufällig den Rauch und schaute sich den Ford Transit näher an - und sah dann erst die Fahrerin, die noch im Inneren saß. Das Feuer breitete sich unter dem Fahrgestell weiter aus, doch die Frau war nicht in der Lage, auf die Schnelle auszusteigen und sich in Sicherheit zu bringen.
Sogar noch Einkäufe gerettet
Der Nachbar handelte geistesgegenwärtig. Er nahm sich ein Herz und zog die 48-Jährige aus dem Wagen. Anschließend schaffte er es noch, den Rollstuhl und Teile der Einkäufe aus dem Innenraum zu retten, bevor der Wagen völlig in Flammen aufging. Nur die Fußstützen des Rollstuhls konnte er nicht retten, sie verbrannten mit dem Wagen.
Als das erste Einsatzfahrzeug der Dorstener Feuerwehr eintraf, stand der Ford bereits in Vollbrand. Die Flammen schlugen mehrere Meter hoch und erfassten sogar die Hauswand des Mehrfamilienhauses. Ein Fenster war bereits gesprungen. Das Haus wurde umgehend evakuiert, die Feuerwehr forderte Verstärkung an. Neben weiteren Fahrzeugen der Hauptwache rückte auch der freiwillige Löschzug Holsterhausen an.
Schaden auch am Wohnhaus
Mit Wasser aus mehreren C-Rohren wurde das Gebäude gekühlt und das brennende Auto gelöscht. Der Wagen brannte vollständig aus, auch an dem Mehrfamilienhaus entstand Sachschaden. Mit einer Wärmebildkamera wurde das Gebäude abschließend noch einmal kontrolliert.
Ein Rettungswagen der Feuerwehr betreute die geschockte Fahrerin, die ansonsten aber unverletzt blieb. Die Polizei sperrte die Wennemarstraße für die Dauer der Löscharbeiten und untersuchte anschließend den Brandort. Ursache für das Feuer war nach Polizeiangaben vermutlich ein technischer Defekt.








