SV Dorsten-Hardt: Wischerhoff-Elf setzt Lebenszeichen

Von Ralf Weihrauch am 11. März 2012 20:06

HARDT. Der SV Dorsten-Hardt lebt noch! Mit einem 1:1 gegen den FC Gütersloh hat sich das Schlusslicht zurückgemeldet und damit viele Sympathien der Fans zurückgewonnen.

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Bilder, wie man sie auf der Hardt in dieser Saison viel zu selten sah: Die Jubeltraube nach Sven Potthasts Tor zum 1:1-Ausgleich.

Westfalenliga 1
SV Hardt - FC Gütersloh
1:1 (0:1)


Der Tabellenfünfte war natürlich mit dem eindeutigen Ziel auf die Hardt geklommen, alle drei Punkte mit nach Ostwestfalen zu nehmen. Das Match fand auf dem Ascheplatz statt, ein Untergrund, den Gütersloh wohl nur noch vom Hörensagen kennen.

Da die Hardter Asche aber sehr gut zu bespielen war, brachte das die Gütersloher nicht aus dem Konzept. Mit schnellen Angriffen brachten sie die Hardter Abwehr mehrere Male in Verlegenheit. Die Gästen spielten immer mit dem Risiko, im Abseits zu stehen. Schon nach sechs Minuten war das bei Raffaele Wiebusch nicht der Fall, und er schoss zum 0:1 ein.

Je länger das Spiel aber dauerte, desto organisierter stellte sich der SV Hardt auf. Die Chancen der Gäste reduzierten sich drastisch. Ab und zu kamen sogar auch mal die Gastgeber nach vorn, ohne aber einen gefährlichen Schuss abzugeben.

Die Leistung gab aber genügend Anlass, auf eine Überraschung zu hoffen. Die Hardter kamen aus der Kabine und zeigten eine der besten Leistungen der Saison. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir uns belohnen und den Fans eine Freude machen müssen“, sagte Marc Wischerhoff nach dem Spiel.

Das hat seine Elf auch zu 100 Prozent erfüllt. Der FC Gütersloh, der auch nicht wenige Zuschauer mitgebracht hatte, kam nun nicht mehr ins Spiel. Stattdessen trumpften die Hardter auf. Sven Potthast hatte die ersten guten Möglichkeiten. Der Ausgleich lag nun in der Luft und in der 65. Minute war es soweit. Nach einer Ecke kam Sven Potthast aus 13 Metern zum Schuss, und der Ball zappelte im Netz.

Gütersloh bekam kaum noch etwas zustanden und spielte Fehlpass auf Fehlpass. Nur sporadisch gab es Distanzschüsse, von denen SV-Keeper Stefan Schröder in der 75. Minute den gefährlichsten abwehrte.
In der 77. Minute hatte Cem Kara die Riesenchance zum Siegtreffer. Im ersten Versuch scheiterte er am Schlussmann Sebastian Tiszai, den Nachschuss kratzte Christian Zodrow mit allerletztem Einsatz von der Linie. Es ist sicher vermessen, nun wieder den Klassenerhalt zu thematisieren, doch der SV Hardt hat mit diesem Spiel Charakter gezeigt.

Hardt: Schröder, Grütering, Ewald, Scheuch, Kara, Seiffert, Potthast (78. Königshausen), Nover, Vasic, Kiefer, Koscholleck.

Tore: 0:1 Wiebusch (6.), 1:1 Potthast (65.).

Bes. Vork: Gelb-Rot gegen Kara (90.). 

Sport-Blog von Olaf Krimpmann

Ballaballa? Muss man nicht sein, um über Sport zu philosophieren. Manchmal hilft’s allerdings schon. Sportredakteur Olaf Krimpmann (42) jedenfalls liebt den Sport. So sehr, dass er sich sogar freiwillig in die Hallen und auf die Plätze bewegt. Dass dort nicht nur der Ball rund ist, sei schon jetzt verraten. Mehr zum Thema Bälle – große wie kleine – und Sport in all seiner Pracht gibt’s jedenfalls hier.

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