75 Jahre Stadt Herten: Festliche und angenehm bescheidene Feier im Glashaus

Von Matthias Waschk am 11. September 2011 21:31

HERTEN. Festlich, aber doch angenehm bescheiden war er, der Festakt zum Jubiläum der Stadtwerdung Hertens. Nachdenklich, aber auch stolz blickten die Redner auf die Vergangenheit der Stadt zurück. Nicht zu euphorisch, jedoch zuversichtlich richteten sie ihren Blick in die Zukunft.

links
1/1
rechts

Offizieller Festakt der Stadt Herten zur Feier der Verleihung der Stadtrechte vor 75 Jahren. 10.09.2011 Foto: Matthias Waschk

Geladene Gäste aus Politik und Gesellschaft, dazu Vertreter aus den Partnerstädten waren ins Glashaus gekommen, um 75 Jahre Stadt Herten zu feiern. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel betonte die Ambivalenz des Festtages. Da ist zum einen die Freude über die Stadtwerdung. Aber: „Die Nationalsozialisten haben dieses Ereignis für ihre Zwecke instrumentalisiert“, so Paetzel. Daher habe man sich bemüht, im Jubiläumsjahr kritische Aufarbeitung der Geschichte ebenso zu leisten, wie auch mit „bunten, fröhlichen Aktionen“ zu feiern.



Ein Balanceakt, der auch beim Festakt gelungen ist. So erinnerte Sängerin Ingeborg Wunderlich in einem Lied an die dunkelsten Kapitel der Geschichte. Aber auch die starken Entwicklungen in der Stadt wurden unterstrichen. Nicht nur in einer sehr gelungenen Bilder-Show, die Stadtarchivarin Kirsten Noetzel und Sylvia Seelert vom Kulturbüro erarbeitet hatten. Sondern auch von Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Willi Wessel, der die Festrede hielt. Er erinnerte daran, wie aus dem kleinen Dorf Herten ab dem Ende des 19. Jahrhunderts eine prosperierende Kommune wurde, dem Steinkohlebergbau sei Dank. Und daran, wie nach den Zerstörungen im zweiten Weltkrieg durch „Solidarität und harte, ehrliche Arbeit der Wiederaufbau möglich“ wurde.
Auch positive Entwicklungen aus der jüngeren Vergangenheit griff Wessel auf: die Entstehung neuer Wohnsiedlungen, die Öffnung des Schlossparks, die Errichtung des Glashauses mit seiner preisgekrönten Bibliothek. Und trotz gegenwärtiger Probleme wie Strukturwandel oder Finanzmisere: „Gemeinsam kann und wird es gelingen, die Zukunft zu meistern.“

Auch die Partnerstädte gratulierten: Eva Hughes, Civic Mayor von Doncaster, Hélène Lefebvre, stellvertretende Bürgermeisterin von Arras, Danuta Górska, Bürgermeisterin von Szczytno und Frieder Stimpel, Schneebergs Bürgermeister, der den Gästen zurief: „Was ist das schön, wieder bei Ihnen zu sein.“

Schließlich galt es noch, einige langjährige Akteure aus der Lokalpolitik für ihr Engagement zu ehren. „Stellvertretend für die vielen, die sich politisch engagieren, Freizeit opfern und oft Kritik über sich ergehen lassen müssen“, so Dr. Uli Paetzel. Zum Dank übergab er ein kleines Geschenk an Heinz Muhs, Winfried Kunert, Hans Schwarz und Karl Hildebrand.
Wiederum stellvertretend für alle Hertener Bürger trugen sich der Bürgermeister selbst und Willi Wessel noch ins Goldene Buch der Stadt Herten ein. Damit ging der offizielle Teil des Festaktes zu Ende. Doch viele Gäste blieben noch lange in der Rotunde sitzen, um gemeinsam Geburtstag zu feiern.

Fasten-Blog

Fastenduo

Nicht, dass sie zu Aschermittwoch das Essen einstellen würden; so weit geht der Drang zur Selbstkasteiung nicht. Gleichwohl setzen Carola Wagner und Florian Adamek dort an, wo es einen genussfreudigen Menschen empfindlich trifft: beim Alkohol.

Anzeigen

Bildergalerien

Brücke

Die alte Eisenbahnbrücke über der Herner Straße wurde für eine Sanierung aus ihrer Position herausgehoben und auf das alte Gleisbett gelegt.

Bürgerpreis Herten

Bürgerpreis Herten 2012

Im Barocksaal des Schlosses Herten wurde der Bürgerpreis verliehen

hal_kraeuterhof

Brand auf dem Kräuterhof

Bilder vom Brand auf dem Kräuterhof in Herten.

Youngtimer-Vestival

Von A wie "AC Cobra" bis M wie "Manta" reichte die Palette der Blitzlicht-Magneten auf dem Ewald-Gelände.

Demo von "Pro NRW" und Gegenaktionen

Die islamfeindliche Partei "Pro NRW" hat am Mittwoch eine Demo in Herten veranstaltet und traf dabei auf zahlreiche Gegendemonstranten.

Meistgelesen: Herten

Fahrerflucht
1

Kleinen Jungen angefahren und abgehauen

Eingeschaltetes Blaulicht

Ein 11-jähriger Junge wurde am Mittwochmorgen, gegen 7.50 Uhr, im Einmündungsbereich Feldstraße/Staakener Straße von einem unbekannten Auto erfasst. mehr...

Schlägel und Eisen
2

Umfangreiche Umgestaltung der Zeche geht endlich los

Schlägel & Eisen

Aus einer maroden Zechenkulisse wird ein moderner Gewerbepark, der der ganzen Stadt neue wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse geben soll - so jedenfalls sind, nach langer Durstrecke, die Pläne für das Zechengelände Schlägel und Eisen. Im Juni sollen die ersten Bagger rollen. mehr...

Brückentag
3

Rathaus bleibt geschlossen

HAL_RathausSchriftzug

Wie vom Rat der Stadt beschlossen, bleibt das Rathaus nicht nur über die Weihnachtsfeiertage 2012 geschlossen, sondern versuchsweise auch an den diesjährigen Brückentagen. mehr...

Brückenarbeiten
4

Mühlenstraße ab Montag teilweise gesperrt

0210lu-SPERRUNG.jpg

Der Regionalverband Ruhr (RVR) lässt eine Herten eine weitere Brücke demontieren. Dafür wird die Mühlenstraße in der Zeit von Montag, 21. Mai, bis Mittwoch, 23. Mai, teilweise gesperrt. mehr...

Mitarbeiterinnen gehen in den Ruhestand
5

Abschied für das Team im Pavillon

hal_geschäftststelle

Inge Bludau und Ingrid Unger, jahrzehntelange Ansprechpartnerinnen in der Geschäftsstelle der Hertener Allgemeinen, gehen am Mittwoch in den Ruhestand. mehr...

Lade TED
 
Ted wird geladen, bitte warten...
 


Blog von Robert Klose

Robert Klose

Sie verstehen Spaß? Gut. Sie mögen schwarzen Humor? Besser. Sie können über sich selbst lachen? Optimal! Dann fühlen Sie sich bei mir bestimmt wie zu Hause. Ich bin Robert Klose, 53 Jahre alt, Redakteur, immer zu Seitenhieben aufgelegt. Los geht's.

Blog von Jörg Müller

Jörg Müller

Neues Jahr - neues Glück. Das gilt für mich weiterhin fürs Abnehmen. Mein Name ist Jörg Müller, ich bin 49 Jahre alt - und ich will (noch) schlanker werden!

Blog von Tamina Urbaniak

Urbaniak

Das Internet ist für mich das, was dem Fisch sein Wasser, dem Stim sein Berg und der Zeitung ihre Buchstaben sind. Ich heiße Tamina Urbaniak (37), und ich notiere hier regelmäßig für Sie, was mir Be- oder Aufmerkenswertes begegnet.

Unsere Serien im Überblick

Sie haben den Teil einer Serie aus unserer Zeitung verpasst? Kein Problem! In unserem Online-Archiv finden Sie alle aktuellen und bisherigen Artikel aus unseren Themen-Serien.

Ihre Zeitung bei Facebook