Ministerin Sylvia Löhrmann zu Besuch beim Politischen Sonntagsfrühstück im Stadtteiltreff Scherlebeck. Foto: Raphaela Willwerth
Was genau durch die Sekundarschule ermöglicht wird, darum drehten sich die Diskussionen und Aussagen der Vertreter aus (Lokal-)Politik, Schulen und Eltern am Sonntag. Löhrmann bekräftigte eingangs: „Es geht nicht um eine Strukturveränderung, sondern um den Wandel innerer Lernprozesse.“ Im Vordergrund stünden dabei die Kinder und deren individuelle Förderung. So werden zunächst alle Schüler der Klassen 5 und 6 gemeinsam unterrichtet. „Der Unterschied zu den bisherigen Schulformen liegt zudem darin, dass nicht direkt nach der Grundschule entschieden wird, welche Kinder auf die Überholspur kommen und wer in ihren Bildungsambitionen beschränkt wird.
In der Sekundarschule werden die Bildungswege so lange wie möglich offen gelassen“, erklärte Löhrmann. Ohne die bisherige Auslese könne sich jedes Kind an der Sekundarschule anmelden, betonte die Ministerin. Ab dem siebten Jahrgang werde dann nach jeweiligem Bildungsstand individuell gefördert. Mit der Sekundarschule wolle man „die Stärken aller Schulformen zum Wohle aller zusammenführen“, so Löhrmann zum Gesamtkonzept.
Auf Grund drastisch sinkender Schülerzahlen, wegen des großen Sanierungsstaus an öffentlichen Gebäuden und der Abwanderung der Schüler in Nachbarstädte sei die neue Schulform eine gute Methode, die Hertener Schullandschaft zukunftsfest zu gestalten, ist sich auch Alexander Letzel, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion in Herten sicher.








