Bei der offiziellen Bekanntgabe der Moschee-Lösung: Stadtbaurat Volker Lindner (2. v. l.) und Jörg Lukat (»Runder Tisch«, 2. v. r.) mit den Ditib-Vorstandsmitgliedern (v. l.) Saban Türköz, Niyazi Arat (Hodscha), Zeki Örs, Baris Türköz, Seref Ölcek (Vorsitzender) und Gürkan Sönmez. Foto: Frank Bergmannshoff
„Wenn sich das finanziell lohnt, könnte ein Teil dieser Gebäude stehen bleiben und mit einem Anbau ergänzt werden“, sagt der Vorsitzende des Moschee-Vereins, Seref Ölcek. Man spürt jedoch, dass ihm der komplette Abriss und ein Neubau lieber wären.
Bekanntlich sucht die Türkisch-Islamische Gemeinde Langenbochum seit 1999 eine größere Bleibe. Derzeit nutzt sie ein früheres Wohnhaus an der Feldstraße 206. Den rund 240 Mitgliedsfamilien stehen dort lediglich 110 Quadratmeter Gebetsfläche zur Verfügung. Vor allem beim Freitagsgebet oder bei Festen herrscht oft heilloses Gedränge. Darüber hinaus würde die Gemeinde gerne die Jugend- und Seniorenarbeit intensivieren, Hausaufgabenhilfe und Bildungsangebote ausweiten, den Frauen mehr Platz bieten – und sich darüber hinaus als Veranstaltungsort für den ganzen Stadtteil öffnen. Um dies zu ermöglichen, soll die neue Moschee 1.400 Quadratmeter Nutzfläche haben. Verpackt in einem zweigeschossigen, maximal 8,5 Meter hohen, schlicht gestalteten Gebäude.
Zum Vergleich: Die benachbarte „blaue Moschee“ ist mit 2 448 Quadratmetern Nutzfläche und 15 Metern Höhe wesentlich größer.
Klappt alles, erhält die Ditib-Gemeinde in der zweiten Jahreshälfte 2012 die Baugenehmigung. Spätestens Anfang 2013 sollen die Bagger rollen. Seref Ölcek peilt an, dass die Moschee zum Fastenmonat Ramadan im Juli 2014 fertig ist.








