Die Städtische Realschule Herten an der Paschenbergstraße. Foto: Martin Pyplatz
Diese Befragung ist wohl der Einstieg in eine Radikalkur für das Hertener Schulsystem. Beschlossen ist noch nichts. Offiziell werden sich der Rat und seine Fachausschüsse erst im November und Dezember mit dem Thema befassen. Nach gesicherten Informationen der Hertener Allgemeinen haben die Verwaltung und große Teile der Politik aber hinter den Kulissen bereits ein umfangreiches Maßnahmenpaket verabredet.
Zum besseren Verständnis: Die Städtische Realschule ist massiv sanierungsbedürftig, die Grundschule am Wilhelmsplatz völlig marode. Zugleich werden die Schülerzahlen in Herten in den kommenden zehn Jahren von rund 4.000 auf 3.000 sinken. Das geht aus verlässlichen Prognosen hervor.
Ein Viertel weniger Schüler – das muss Auswirkungen auf die Bildungslandschaft haben. Die soll künftig, grob umrissen, so aussehen: Die Städtische Realschule, die Theodor-Heuss-Hauptschule und die Martin-Luther-Hauptschule werden aufgegeben. Ins frisch sanierte Theodor-Heuss-Gebäude zieht die Grundschule am Wilhelmsplatz ein. Am unlängst sanierten und erweiterten Martin-Luther-Standort entsteht die besagte Sekundarschule.
Wie gesagt: Beschlossen ist das alles noch nicht. Aber vieles deutet darauf hin, dass all diese Reformen bereits Mitte 2012 greifen sollen. Im Vorfeld müssen Schüler, Eltern und Lehrerkollegien beteiligt werden. Es müssen Genehmigungen bei der Bezirksregierung Münster und der Landesregierung eingeholt werden. Der Schulverwaltung und den Ratspolitikern stehen also heiße Monate bevor.
Viele weitere Einzelheiten sowie einen Kommentar und eine Grafik finden Sie am heutigen Mittwoch in der Druckausgabe der Hertener Allgemeinen.
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