Erst am Donnerstagmittag bekam Stania grünes Licht. Erst da war klar, dass die beiden Hallenturniere um den Hilfsdienst-Cup überhaupt stattfinden können, die Hallen wieder geöffnet sind. „Ab da haben wir Vollgas gegeben“, erinnert sich der Jugendleiter.
Die Halle musste vorbereitete werden, das Buffet geplant, die Getränke geordert. Samstagmittag schwang sich Stania in den Bulli des Deutschen Hilfsdienstes. Ziel: Bochum Hauptbahnhof.
Da warteten die C-Junioren von TeBe Berlin. Die wurden flugs zur Jugendherberge in Gelsenkirchen gebracht. Von da aus ging es wieder Richtung Rosa-Parks-Halle: Mit Vollgas. Denn dort lief bereits das Turnier für die E-Junioren. (HA berichtete). Abends fiel Stania dann hundemüde ins Bett. Doch die Nacht war nur kurz.
Sonntagmorgen um 9 Uhr startete die C-Junioren ihren Kampf um den Cup. Wieder war Stania im Dauer-Einsatz. Hier fehlten Brötchen, dort ein Kabel. Und zwischendurch nahm sich der Jugendleiter immer wieder Zeit, sich in der Halle auch das ein oder andere Spiel anzusehen.
Sein SC Herten zahlte dabei in der Vorrunde Lehrgeld. Zum Auftakt gab es noch ein 0:0 gegen den SV Teutonia Bottrop, danach allerdings klare Niederlagen gegen den JFC Roswitha-Stadt, Fortuna Düsseldorf und den MSV Duisburg.
Dem zweiten Hertener Vertreter, der SG Langenbochum, erging es nicht besser. Sie kassierte vier Niederlagen, die allerdings wesentlich knapper ausfielen.
Die Farben der Region hielt der VfB Waltrop hoch, der sich bis ins Finale spielte. Dort gab es dann eine knappe 0:1-Niederlage gegen die Berliner.
„Ich hätte es Waltrop gegönnt, allerdings freue ich mich auch für die Berliner“, so Stania, der mit Berlins Coach Andreas Beese schon seit Jahren befreundet ist. Für Beese war es ein Abschied. Ihn zieht es nach Hoffenheim.
Und so schnappte sich der TeBe-Trainer bei der Siegerehrung kurzerhand das Mikro. „Ich bedanke mich für die vielen tollen Jahre hier. Dieses Turnier ist jedes Mal super organisiert und wird mir fehlen.“
Den warmen Worten lauschte auch Markus Stania. Ein wenig abseits. Und wenn man genau hinsah, dann verdrückte er auch eine kleine Träne. Vielleicht lag es aber auch am Ischias, der den Jugendleiter zwei Tage lang zwickte.
„Irgendwie ging das aber schon. Wenn alle Mannschaften sagen, dass sie sofort wiederkommen würden, macht einen das schon stolz. Jetzt bin ich aber froh, wenn ich es mir gleich auf der Couch bequem machten kann“, zog Stania zusammen mit Sponsor Markus Kardolsky vom Deutschen Hilfsdienst ein Fazit.
Und verabschiedete sich in seinen wohlverdienten Feierabend. Erschöpft. Aber zufrieden.
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