Kampf um den Ball beim Hertener Lokalderby: Westerholts Haydar Schütte (l.) und Hertens Christian Bazovicar (r.) schenken sich keinen Zentimeter. Foto: Löschmann
In einer zerfahrenen Partie sahen die Zuschauer in den ersten 25 Minuten keine Torchancen. Westerholt beschränkte sich auf Defensivarbeit und stellte den Gast mit einem kompakten Abwehrriegel vor erhebliche Schwierigkeiten. Doch die besser strukturierte Spielanlage der Hertener setzte sich zunehmend durch und die Westerholter Kompaktheit ging verloren.
In der 29. Minute dann der erste schön heraus gespielte Angriff der Berglöwen: Nach toller Flanke setzte Hertens Simon Walter einen wuchtigen Kopfball an die Latte. Nur drei Minuten später musste Westerholts starker Schlussmann Marco Fidorra sein ganzes Können aufbieten, um den Rückstand zu verhindern. Mit einem klasse Reflex parierte er einen weiteren gefährlichen Kopfball. Herten blieb auch bis zum Pausenpfiff das bessere Team.
Unverändertes Bild nach dem Seitenwechsel: Die Lamann-Elf agierte reifer, während Westerholt mit Mann und Maus verteidigte. Bei Ballbesitz spielte die Heimmannschaft zudem oft überhastet, weshalb der SC sich in der gegnerischen Hälfte festsetzen konnte. „Wir laufen nur hinterher“, bemängelte SV-Coach Martin Hannappel, der seinen Kapitän Christoph Woischny schmerzlich vermisste.
In der 51. Minute dann die erlösende Führung für die Hertener. Nach toll getretenem Freistoß verlängerte Tobias Klopp den Ball per Kopf ins lange Eck. Die Hausherren wirkten danach ziellos und eingeschüchtert. Ganz anders die Gäste. Abermals nach einer Flanke stieg Simon Walter in der 59. Spielminute am höchsten und hätte aus fünf Metern nur noch zum 2:0 einnicken müssen, doch der Ball ging drüber.
Die Westerholter versuchten es in den letzten 20 Minuten offensiver, allerdings ohne dem Ausgleich nahe zu sein. In der turbulenten Schlussphase hätte es dann auch noch ärger kommen können. Erst klärte Westerholts Michael Kaufmann auf der Linie, während in der 90. Minute abermals das Aluminium ein Hertener Tor verhinderte. Parallelen zur letzten Hinrunde sind mittlerweile nicht mehr zu leugnen.








