„Das ist aber in Ordnung. Berlin war insgesamt die beste Mannschaft. Wir sind aber mächtig stolz, dass wir hier überhaupt das Finale erreicht haben“, betonte VfB-Trainer Oliver Naumann nach dem Endspiels. In diesem hatten die Waltroper gut mitgehalten, ein Tor von Luis-Carlos Melvin bescherte TeBe Berlin allerdings den verdienten Turnier-Sieg.
Zusammen mit seinem Trainer-Kollegen Sven Jahn hatte Naumann bis dahin einige richtig gute Aufritte seiner C-Junioren gesehen. In der Vorrunde zwang der Landesligist zum Auftakt gleich mal den Nachwuchs des FC Gütersloh mit 2:1 in die Knie. Es folgte ein Sieg gegen den VfL Osnabrück (2:1) und ein 0:0 gegen RW Oberhausen. Im letzten Vorrunden-Duell ging es gegen den DSC Wanne-Eickel. Auch hier überzeugten die Waltroper, gewannen mit 2:0 und hatten den Gruppensieg in der Tasche.
Im Viertelfinale wartete dann Westfalia Herne. Aber auch hier ließ das Team des Trainergespanns Naumann/Jahn nichts anbrennen. Die Herner durften nach der 0:3-Niederlage die Heimfahrt antreten.
Nach 0:2 noch 2:2 gegen Fortuna Düsseldorf
Mit den Fortunen aus Düsseldorf hatte der VfB im Halbfinale dann aber einen der Turnierfavoriten vor der Brust. „Das wird eine ganz schwere Kiste“, orakelte Naumann vor dem Halbfinale gegen den Regionalligisten. Und schnell sah es auch so aus, als müsste sich Waltrop mit dem Spiel um Platz drei begnügen. Düsseldorf lag mit 2:0 vorn, hatte aber den Kampfgeist des VfB unterschätzt. Der biss sich zurück in die Partie und zwang die Rheinländer durch zwei blitzsaubere Treffer ins Neunmeterschießen. Und hier hatten die Waltroper die besseren Nerven, mit dem 6:4 war das Final-Ticket gebucht. „Nach dem 0:2 hatte ich innerlich schon abgeschlossen. Meine Jungs haben mich aber eines Besseren belehrt“, zollte Naumann seinem Team Respekt.
Für das Endspiel hatte sich das Trainer-Duo eine klare Marschroute zurecht gelegt. Zunächst ging es nur darum, kein Tor zu kassieren. So tat sich in den ersten Minuten herzlich wenig. Nach einer ersten guten Berliner Chance hatte dann aber auch der VfB bei zwei Distanzschüssen die Führung auf dem Fuß. Die gelang dann aber dem Berliner Melvin. Und dabei blieb es.
Dennoch gab es selbst vom Ausrichter ein großes Lob. „Der VfB hat tollen Fußball gezeigt. Ich hätte Waltrop den Turniersieg gegönnt“, betonte Markus Stania, Jugendleiter des SC Herten. Und so feierte die C-Jugend des VfB am Ende fast genauso ausgelassen den zweiten Platz wie die Berliner ihren Turniersieg.








