Sportpolitik: Ärger um Hallenschließung geht weiter

MARL Die Schließung der städtischen Sporthallen in den Weihnachtsferien schlägt weiterhin hohe Wellen. Betroffen war vor allem die Schwerathletik-Abteilung des VfB Hüls, deren Mitglieder sich ohne durchgehendes Training außerstande sahen, eine konkurrenzfähige Mannschaft zum nächsten Wettbewerb zu schicken.Jetzt melödet sich auch der Bürgermeister zu Wort.

  • Die Schwerathleten des VfB Hüls durften während der Weihnachtsferien den Kraftraum in der ADS-Halle nicht nutzen.

"Wir waren schwer enttäuscht, dass die Stadt uns den Zutritt zum Kraftraum in der August-Döhr-Halle verwehrt hat“, so Abteilungsleiter Thomas Schmedes.

Mittlerweile hat sich der von VfB-Hauptgeschäftsführer Friedhelm Zachau in dieser Angelegenheit hart angegangene Bürgermeister Werner Arndt mit einer Stellungnahme zu Wort gemeldet. Es sei ihm aus dienstlichen Gründen nicht möglich gewesen, vor den Weihnachtsferien mit sportlich Verantwortlichen des Vereins Kontakt aufzunehmen. Er habe deshalb die Leiterin des Schul- und Sportamtes beauftragt, dem Verein die Situation ausführlich darzustellen, schreibt Arndt – was ja auch geschehen sei, wie Thomas Schmedes bestätigte.

Geholfen hat das der Abteilung nicht. Die Trainingsmöglichkeit blieb den Sportlern weiter verwehrt. Dabei hätte man nur die Wettkampfmannschaft Gewichte stemmen lassen – sechs oder sieben Leute.
Friedhelm Zachau ist immer noch sauer darüber, dass der Bürgermeister keinen Kontakt zu ihm aufgenommen hat. „Und das bis jetzt nicht. Ich habe mehrfach um Rückruf gebeten“, so der VfB-Geschäftsführer weiter.  Statdessen hat sich Arndt mittlerweile bei Thomas Schmedes gemeldet. „Es soll nun ein Gespräch zwischen ihm und uns geben,“ so der Abteilungsleiter.

Lösungsmöglichkeiten für das Ferienproblem hätten Zachau und Schmedes im Vorfeld zu bieten gehabt.
Doch derartige Vorschläge habe man nicht unterbreiten können. „Unser Trainingswunsch wurde einfach brüsk abgelehnt“, so Zachau. Was ihn zudem fuchst: „Den Kraftraum haben Evonik und die Abteilung selber ausgestattet.“ Und nun dürfe man den Raum nicht nutzen. Für Friedhelm Zachau steht fest: „Der Bürgermeister hat sich einfach nicht gekümmert.“

Generell sei das Problem kein spezifisches der VfB-Abteilung. „Es gibt in Marl viele Mannschaften, die sich im Moment mitten im Meisterschaftsbetrieb befinden. Ich weiß von einigen, dass auch die gerne in den Ferien trainieren würden“, so der VfB-Hauptgeschäftsführer.

Auf der folgenden Seite lesen Sie die Stellungnahme der Stadt Marl.

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