Neue Tierkrankheit: Schafzuchtverbands NRW schätzt Zahl betroffener Betriebe auf 50

dpa/lnw am 14. Januar 2012 15:52

Recklinghausen/Büren. Schafzüchter in NRW befürchten im Fall des grassierenden Schmallenberg-Virus eine neue Tierseuche. Laut einem Zeitungsbericht schätzt der Vorsitzende des Schafzuchtverbands NRW, Burkhard Schmücker, aus dem Kreis Paderborn, dass bereits 50 Betriebe im Land von der neuen Krankheit betroffen sind.

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Ein Schaf reckt genüsslich alle Viere von sich und wird dabei von einem Artgenossen kritisch beobachtet. Derweil wird befürchtet, dass in den nächsten Monaten mindestens jedes vierte Kalb und Lamm mit Missbildungen geboren wird. Foto: Marcus Brandt, dpa

Der Tageszeitung „Westfalenblatt“ (Samstag) zufolge hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) in Recklinghausen für Anfang Februar eine Krisensitzung eingerufen. Nach Angaben von Lanuv-Sprecher Peter Schütz schätzt der Tiergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW, dass in den nächsten Monaten mindestens jedes vierte Kalb und Lamm mit Missbildungen geboren wird, schreibt die Zeitung. In ganz Nordrhein-Westfalen gibt es dem Bericht zufolge 8000 Zuchtbetriebe mit 190 000 Schafen. Diese Tiere sind die Hauptbetroffenen des Virus, das Missbildungen an Kopf und Gliedmaßen bei neugeborenen Lämmern, aber auch bei Kälbern hervorruft. Schmücker forderte im Verdachtsfall eine Meldepflicht an das Veterinäramt. „Bei der Bekämpfung der Krankheit betreten wir völliges Neuland“, sagte er.

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