Nachgefragt: Was macht eigentlich der freilaufende Luchs in Herne?

HERNE Vor zehn Tagen sorgte die Nachricht für großes Aufsehen: In Herne wurde ein Luchs gesichtet – und auch an den beiden Folgetagen wurde er noch zweimal gesehen. Doch seitdem ist es ruhig um die Raubkatze geworden.

  • Luchse im Harz

    Es ist ruhig geworden um den Herner Luchs. Foto: Holger Hollemann/Archiv

Das Tier, das wohl aus dem Halterner Tierpark Granat stammt, ist untergetaucht: „Ich habe heute Morgen noch in die Runde gefragt - doch es gab keine Sichtungen mehr“, berichtet Volker Schütte, Pressesprecher der zuständigen Polizei Bochum. Ob die Raubkatze ihr neues Revier in Herne wieder verlassen hat? „Ich habe auch von Nachbarbehörden nichts gehört“, berichtet Schütte.

Generell gelten Luchse als menschenscheu und sind nachtaktiv – in der Regel gleicht es also einem Wunder, sie in freier Wildbahn beobachten zu können. Während sie nachts Kleintiere wie Kaninchen jagen, ruhen sie sich tagsüber in Baumkronen aus. Das funktioniert auch in fremden Revieren problemlos. Deshalb muss man sich trotz ausbleibender Sichtungserfolge keine Sorgen um die Raubkatze machen.

Derweil versucht der Jagdausübungsberechtigte, den Luchs mit Lebendfallen einzufangen, um ihn in den Tierpark zurückzubringen. Vielleicht ist das aber auch gar nicht nötig: „Katzen sind sehr pfiffig. Vielleicht findet der Luchs seinen Weg auch alleine wieder zurück“, erklärt Volker Schütte und verspricht: „Wir verfolgen das Thema natürlich weiter.“

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