Kreuzfahrten im hohen Norden: Wissenswertes für Reiselustige

Die Kanarischen Inseln, das Mittelmeer oder sogar die Karibik – mit Kreuzfahrten verbinden die meisten Menschen Ziele, die warmes Wetter, strahlenden Sonnenschein und unvergessliche Ausblicke auf weiße Sandstrände versprechen. Das alleine wird der Reise zu Wasser allerdings nicht gerecht, denn auch nordische Länder gehören zu den wohl faszinierendsten Destinationen. Vier davon werden in diesem Artikel vorgestellt.

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  • Bildquelle: Iurie Belegurschi

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Norwegen: Kreuzfahrt in die Fjordlandschaft
 
Die Gewässer vor der norwegischen Küste sind ein begehrtes Kreuzfahrt-Revier. Sowohl moderne Kreuzer als auch die Hurtigruten (frühere Postschiffe) verkehren dort und bringen jährlich Tausende Touristen in die Region. Wer nach Norwegen reist, erlebt nicht nur skandinavisches Flair, sondern auch unberührte Natur, idyllische Ortschaften und urbane Stadtgebiete.
 
So legen viele Kreuzfahrer beispielsweise in Ålesund an. Die Stadt, die sich nach einem großen Feuer in 1904 gänzlich neu erfinden musste, glänzt heute mit Jugendstil-Architektur und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Bei einem Landgang möglich sind nicht nur Museumsbesuche, sondern auch ein Spaziergang auf den Stadtberg Aksla. Ebenfalls beliebt als Anlegepunkt bei einer Norwegen-Kreuzfahrt ist Tromsø. Die Stadt ist vor allen Dingen für ihre vorteilhafte Lage in Bezug auf Polarlicht-Sichtungen bekannt, hat jedoch auch außerhalb der Aurora-Saison viel zu bieten. Der botanische Garten und zahlreiche Museen sind ebenso eine Option wie Aktivitäten in der Natur.
 
Und wer eine längere Kreuzfahrt bucht, wird vielleicht auch Stavanger, die viertgrößte Stadt Norwegens kennenlernen. Je nach Länge des Aufenthaltes können Reisende hier zur berühmten Felsplattform Preikestolen wandern, den Sola Strand entdecken oder sich von den über 170 Holzhäusern in der Altstadt verzaubern lassen. Hilfe bei der Orientierung in Stavanger leistet stavanger-guide.no mit passenden Karten.
 
Island: Anlegen im wilden Naturparadies
 
Kein Inselstaat im Nordatlantik ist ein so begehrtes Reiseziel wie Island. Kein Wunder, schließlich tummeln sich auf kleinster Fläche mehrere Nationalparks, heiße Quellen, Gletscher mit spektakulären Eishöhlen und malerische Städte. Ein Landgang alleine reicht zwar nicht ansatzweise aus, um Island richtig kennenzulernen, ist aber trotzdem vielversprechend.
 
Legt das Schiff in Reykjavík an, bieten sich sowohl eine Erkundung der Hauptstadt als auch eine Golden-Circle-Tour, die Attraktionen wie den Nationalpark Þingvellir und den Wasserfall Gullfoss inkludiert, an. Doch Reykjavík ist nicht der einzige Hafen, den Kreuzfahrtschiffe ansteuern. In Island machen sie ebenfalls häufig Halt in
 
 
  • Akureyri,
  • Ísafjörður,
  • Eskifjörður
  • und Seydisfjörður.
 
In Akureyri lohnen sich ein Besuch des weltweit nördlichsten botanischen Gartens sowie eine Stadtbesichtigung und Waltouren. Auch umfangreichere Exkursionen in das nordisländische Umfeld sind bei längeren Landgängen sehr spannend. Hilfreich kann es sein, Ausflüge bei einer Kreuzfahrt nach Island vorab zu planen, um bei den beliebten Tagestouren auch noch freie Plätze zu ergattern.
 
Ísafjörður liegt in den Westfjorden und somit günstig, wenn Urlauber den Wasserfall Dynjandi sehen möchten. Mit Eskifjörður und Seydisfjörður im Osten der Insel stehen Kreuzfahrern Ziele wie der See Lagarfljót oder der Wasserfall Hengifoss zur Verfügung.
 
Schweden: Sympathisches Land an Ost- und Nordsee
 
Die See rund um Schweden ist sehr weitläufig und liefert dennoch spannende Küstenansichten. Verglichen mit den immer beliebter werdenden Elbkreuzfahrten, folgen Reisende dort nicht dem Lauf eines Flusses, sondern erleben einen interessanten Wechsel zwischen offenen Gewässern und Küstenregionen. Nahe der Küstenlinie ist es möglich, die skandinavische Natur aus der Ferne zu beobachten, während bei Landgängen bevorzugt die Erkundung von Städten auf dem Plan steht.
 
Die beiden populärsten Ziele bei einer Schweden-Kreuzfahrt sind Stockholm und Göteborg. Stockholm als größte Stadt des Landes wird von einer malerischen Schären-Kulisse eingerahmt und ist von zahlreichen Brücken durchzogen. Bei einem Stadtrundgang nicht entgehen lassen sollten sich Reisende den Dom, das königliche Schloss und das maritime Vasa-Museum.
 
In Göteborg eröffnet sich Kreuzfahrern eine sehr charmante Stadt, deren insgeheimes Wahrzeichen ein Hochhaus namens Skanskaskrapan ist. Skurril: viele Touristen, die Göteborg besucht haben, vergleichen dessen äußere Form mit einem Lippenstift. Ein Landgang in Göteborg darf gerne gemütlich ausfallen. Entspannen in Kaffeehäusern und geruhsame Spaziergänge durch die Straßen der Stadt reichen vollkommen aus, um diesen Ort kennen und lieben zu lernen.
 
Grönland: Eisiges Kreuzfahrt-Ziel
 
Weit weg von den bisher beschriebenen Zielen – nur Island liegt in der ferneren Nachbarschaft – zieht Grönland Touristen an, die sich arktische Eindrücke wünschen. Die weltweit größte Insel ist von einer massiven Eisschicht bedeckt und verrät nur im Sommer, dass sie auch grüne Landschaften zu bieten hat.
 
Auch in Grönland gibt es mehrere Häfen, die als Ausgangspunkt für Kreuzfahrer genutzt werden. Das im Westen der Insel befindliche Ilulissat lockt beispielsweise mit den Möglichkeiten, Wanderungen in das Umfeld zu unternehmen, Eisberge zu erleben und sogar zu kurzen Rundflügen aufzubrechen. In Sisimiut, einem weiteren Hafen an der Westküste Grönlands, kommen Urlauber an einem ursprünglichen Ort inmitten der grönländischen Natur an. Von hier aus starten aufregende Husky- oder Schneemobil-Touren. Im Stadtgebiet selbst herrscht überraschend urbanes Flair.
 
Ein weiteres empfehlenswertes Ziel in Grönland ist Qaqortoq. Die Stadt liegt im Süden und kann unkompliziert zu Fuß entdeckt werden. Wer etwas mehr Zeit hat, unternimmt Wanderungen in das bergige Hinterland und genießt von dort aus atemberaubende Ausblicke auf den See Tasersuaq, die Fjorde und das eisige Meer.
 


ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    26. Oktober 2018, 14:06 Uhr
    Aktualisiert:
    26. Oktober 2018, 14:08 Uhr