Pink Floyd – Die Bandgeschichte wird zur Ausstellung

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  • Bildquelle: Photo by Pink Floyd, CC0 Public Domain

  • Photo by Andy Mabett, CC BY-SA 4.0

Ein Erlebnis der Sonderklasse erwartet Besucher im Dortmunder U-Turm, der für seine zahlreichen Musikveranstaltungen bekannt ist, bis zum 10. Februar 2019 in der Ausstellung der Kultband Pink Floyd mit dem Namen „The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains". Die Erlebnisausstellung war bisher nur in London und Rom aufgebaut und zeigt die großartigsten Momente der Bandgeschichte.

Die Anfänge der Band

Schon während ihrer Ausbildung spielten Syd Barret und David Gilmour in Mittagspausen kleine Konzerte für ihre Freunde auf der Straße und schrieben eigene Songs. Damals konnten sie sich ihren kometenhaften Aufstieg noch kaum erträumen. Wie bei vielen anderen Straßenmusikern ging es ihnen nicht darum, Geld zu verdienen, sondern einfach nur die Freiheit des Straßenkünstlertums zu genießen. Roger Waters, Nick Mason und Richard Wright lernten sich auf der Polytechnischen Hochschule in London kennen und gründeten eine Coverband mit dem Namen Sigma 6. Erst als sie Syd Barret kennenlernten, wurde der Name der Band zu Pink Floyd geändert – dieser setzte sich aus den Vornamen zweier Blues-Musiker zusammen. Mit Barret als Leadsinger und Gitarrist entwickelten sich die Klänge der Band in Richtung Psychedelic Rock. Er schrieb fast alle Lieder des ersten Albums, doch seine psychische und körperliche Verfassung wurde mit steigendem Erfolg immer schlechter. Als Unterstützung wurde sein langjähriger Freund David Gilmour in die Band geholt, der ihn schlussendlich komplett ersetzte, als die Zusammenarbeit mit Barret nicht mehr möglich war. Barret schrieb zuerst weiterhin Songs für die Band, wurde dann aber komplett ausgeschlossen. 
 

Der Aufstieg in den Rockolymp

Der neue Sound der Band war deutlich vielseitiger und schien im Mainstream besser anzukommen. Einige Songs waren von Folk inspiriert, andere verwendeten Orchestermusik oder experimentelle Chöre im Hintergrund. Das Album „Atom Heart Mother“ erreichte den ersten Platz der UK-Charts. In den USA war die Musik von Pink Floyd zu diesem Zeitpunkt noch nicht so richtig angekommen. Erst mit dem Filmsoundtrack „Obscured by Clouds“ kamen sie unter die Top 50 Alben in den Staaten. Sobald der Fuß in der Tür war, wurden auch alte Songs der Band weltweit deutlich öfter im Radio gespielt. In kurzer Zeit wurde Pink Floyd zu einer der größten Rockbands weltweit. Die meisten Songs wurden nun nicht mehr von Gilmour verfasst, sondern von Roger Waters. Er schrieb das Konzept für das Album „The Dark Side of the Moon“, wobei die Lieder von allen vier Mitgliedern zusammengestellt wurden. Es erreichte nicht nur die Nummer eins der amerikanischen Charts, sondern hielt sich unglaubliche 740 Wochen unter den Top 200 Alben. Dieser Rekord wurde nie wieder gebrochen. Die Band ging in die Geschichte ein. Auch das Album „Animals“ wurde hauptsächlich von Waters geschrieben. Bei „The Wall“ zeigten sich die ersten Differenzen zwischen Waters und Gilmour, die die Band in unterschiedliche Richtungen bewegen wollten. Waters verließ einige Jahre später Pink Floyd und erklärte die Band für aufgelöst. Die Band spielte aber noch einige Jahre in wechselnden Konstellationen weiter.

Was es zu sehen gibt

Mit Kopfhörern geht es in die Ausstellung hinein, auf denen die psychodelischen Klänge der Kultmusik abgespielt werden, die besonders zur Anfangszeit der Band dominierten. Ausgestellt wird unter anderem die nachgebaute Kulisse der Kultwand, die für die Tour mit dem Namen „The Wall“ erschaffen wurde. Um das Album „The Dark Side of the Moon“ zu würdigen, wurde ein schwarzer Raum mit einem 3D-Prisma ausgestattet, wie es auf dem Albumcover zu sehen ist. Der Schlagzeuger der Band, Nick Mason, erklärte ein Kunstwerk zu seinem Favoriten, das aus einem Mischpult besteht, auf dem jeder Besucher seine eigene Version von dem Song „Money“ abmischen konnte. Außerdem gibt es noch zahlreiche Videoinstallationen mit Konzertausschnitten, Plakate, handgeschriebene Notizen, Skulpturen und mehr. Über die Kopfhörer werden nach den bekannten Klängen auch verschiedene Infos zur Ausstellung weitergegeben. Der U-Turm scheint der ideale Veranstaltungsort zu sein und auch Nick Mason ist von dem Ort und der Aufmachung begeistert, wie er in einem Interview bestätigte. Besucht werden kann „The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains" bis zum 10. Februar 2019 an jedem Wochentag. Karten können im Vorverkauf erstanden werden.

Die Ausstellung rund um Barret, Waters, Gilmour und Mason macht den Rocklegenden alle Ehre. Die außergewöhnlichen Klänge und verrückten Auftritte bringen Besucher zurück in die alten Tage und lassen das Pink-Floyd-Feeling so richtig aufkommen.
 



ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    16. Oktober 2018, 12:44 Uhr
    Aktualisiert:
    16. Oktober 2018, 12:48 Uhr