Volljährigkeit: Bringt die 18 eine Veränderung?

Bald ist es schon ein halbes Jahr her, doch es kommt mir immer noch vor wie gestern, dass meine Freunde und ich nach einem schönen Grillabend zusammen auf der Terrasse saßen und kurz vor Mitternacht anfingen, die Sekunden herunterzuzählen. In dieser Nacht bin ich volljährig geworden.

  • Fabian Liebehenz 18

    Jugendredakteur Fabian hält stolz seine Kreditkarte in der Hand. Eine eigene besitzen zu dürfen, gehört seiner Meinung nach zu den besten Vorteilen der Volljährigkeit. Foto: Privat

Es ist wohl der Geburtstag, auf den jeder Jugendliche hinfiebert – endlich erwachsen, endlich unabhängig sein. Und natürlich habe ich mich auch darauf gefreut und dementsprechend gut und groß gefeiert. Doch im Nachhinein muss ich sagen: So viel geändert hat sich nicht.

Man sollte es nicht falsch verstehen, dass ich jetzt vollkommen unabhängig bin, ist mir natürlich sehr willkommen, gerade weil ich schon immer selbstständig war. Jetzt heißt es: Endlich ohne Probleme Verträge abschließen, Alkohol kaufen können und Auto fahren (natürlich nicht zeitgleich!). Aber im Grunde genommen ist das, was man vorher sowieso schon getan hat, so nur legal geworden – der Handyvertrag lief über die Eltern, Bier haben Freunde oder der große Bruder besorgt. Das Autofahren ermöglicht zwar große Freiheit, aber für meine derzeitigen Ansprüche reichen Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel immer noch aus.

Gelernt, mit sich selbst richtig umzugehen

Das Leben hat sich nicht geändert, weil plötzlich eine andere Zahl im Alter steht. Es ist dieses Jahr etliches passiert, das mich, meine Persönlichkeit und mein Verhalten geändert hat. Aber nicht aus dem Grund, dass ich volljährig geworden bin, sondern weil es jedes Jahr Dinge und neue Erfahrungen gibt, die einen ändern – mit sechs Jahren ebenso wie mit zwölf, 15 oder 18 und mit Sicherheit auch noch in Zukunft. Die Wandlung findet durch das Leben statt, nicht weil man ein bestimmtes Alter erreicht hat. Natürlich führt ein neues Alter auch zu neuen Erfahrungen – weil man zum Beispiel vom Kindergarten in die Schule oder von der Schule ins Berufsleben wechselt –, aber dieser indirekte Einfluss zeigt sich schließlich nicht direkt am Geburtstag.
Gelernt, mit sich selbst richtig umzugehen

Ich habe beispielsweise gelernt, mit meiner ruhigen und zurückhaltenden Art so gut wie möglich umzugehen und diese zu meinem Vorteil zu nutzen, was sicherlich an der erhöhten Selbsterkenntnis während des Erwachsenwerdens liegt, aber vielmehr noch an meinen großartigen Freunden, die mich während dieser Zeit begleitet haben.

Insgesamt hat mein 18. Geburtstag mir zwar einige tolle Erfahrungen und Möglichkeiten eröffnet, aber die Umstellung war bei Weitem nicht so drastisch, wie man es im Voraus vielleicht denkt. Somit bleibt die größte Änderung der Besitz meiner komplett eigenen Kreditkarte, auf die ich mich schon lange gefreut habe – Bezahlen ist sowohl im Geschäft als auch online um einiges leichter geworden und im Urlaub nächstes Jahr wird sie sicherlich ebenfalls viel Verwendung finden.

Zum Schluss wünsche ich noch allen Lesern ein frohes neues Jahr mit vielen neuen Möglichkeiten und Erfahrungen!



AUTOR
Fabian Liebehenz
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Januar 2018, 12:03 Uhr
    Aktualisiert:
    25. März 2018, 03:34 Uhr