Was ein Auslandsaufenthalt kostet: Keine Angst vor großen Unsummen

Der Traum vom Auslandsaufenthalt beginnt in unseren Vorstellungen meistens mit Flipflops an den Füßen, sitzend in einer Hängematte an einem einsamen Strand. In den Händen eine schlaue Lektüre zu Weiterbildungszwecken. Oder in einem Zelt, verloren in staubigen Weiten, Kinder unterrichtend. Oder in einer wahrgewordenen Version von High-School-Musical. Manche Eltern freuen sich über die großen Träume ihrer Kinder. Bei vielen gehen aber die Alarmglocken an: Wie soll so eine lange Reise denn bitteschön finanziert werden?

  • Planung für Auslandssemester anderthalb Jahre im Voraus beginnen

    Wohin soll es gehen? Viele wollen nach der Schule oder während ihres Studiums ins Ausland. Diese Zeit fernab der Heimat sollte gut geplant werden. Foto: Robert Günther (dpa-tmn)

Schöne Urlaubsbilder haben eine immense Anziehungskraft, aber wie soll das alles finanziell gestemmt werden? Statt den Kopf zu verlieren oder gleich in den Sand zu stecken, ist es wichtig, sich im Vorhinein schlau zu machen, was der Weg ins Ausland kostet und wer einem finanziell unter die Arme greifen kann.

Je nachdem, welche Art von Reise geplant ist, gibt es natürlich unterschiedliche Möglichkeiten, die man in Anspruch nehmen kann, bzw. vielleicht ist eine finanzielle Unterstützung auch gar nicht unbedingt von Nöten.
Das unabhängige Informationsportal Auslandsaufenthalt.org unterteilt dazu in drei Sparten: „Jobben und Reisen“, „Schule und Studium“ sowie „Sprachen lernen“.

Unter „Jobben und Reisen“ fällt ganz klassisch Work and Travel.  Hier reist Ihr von Ort zu Ort und verdient mit verschiedenen Jobs gleichzeitig Euren Unterhalt. Bei der Freiwilligen Arbeit setzt Ihr Euch für einen guten Zweck ein. Wählt Ihr hier als Entsendeorganisation ein staatlich gefördertes Programm wie das Freiwillige Soziale oder Ökologische Jahr (FSJ/FJÖ), „weltwärts“, „kulturweit“ oder den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) müsst Ihr nur geringe oder sogar gar keine Kosten übernehmen. Auch bei einer Farm- oder Rancharbeit, die gerade den Naturbegeisterten Flora und Fauna entfernter Länder näherbringt, bekommt Ihr Unterkunft, Verpflegung und auch ein kleines Taschengeld gestellt. Wer stattdessen lieber Kinder betreut, findet beim Au-pair genau das richtige Modell für sich.

In fremde Kulturen komplett eintauchen

Ist das Ziel eine berufliche Ausbildung, bietet sich ein Auslandspraktikum an, sodass Ihr Euch Euren Aufenthalt über Euer monatliches Gehalt finanzieren könnt.
All die genannten Möglichkeiten bieten Euch einen Auslandsaufenthalt für wenig Kohle. Natürlich wird von Euch hier Einsatz gefordert – aber auf diese Weise lernt Ihr das Land und die Menschen nicht nur als Gäste oder Touristen kennen, sondern ganz intensiv als einer von ihnen.

Wenn Ihr während der Schulzeit oder des Studiums verreisen möchtet, um fremdländische Bildungsmöglichkeiten kennenzulernen, eröffnen sich Euch natürlich wiederum ganz andere Wege. So zum Beispiel ein Schüleraustausch, bei dem Ihr drei bis zwölf Monate in einem anderen Land zur Schule geht. Oder ein Auslandssemester bzw. -Studium. Wer sich diesen Traum aus eigener Tasche finanzieren möchte, muss natürlich mit hohen Kosten rechnen, die abhängig vom Zielland stark variieren. Doch auch hier könnt Ihr Euch auf zahlreiche Stipendien von Austauschorganisationen, Stiftungen oder Firmen bewerben. Einen Überblick findet Ihr dazu auf dem Webauftritt von Auslandsaufenthalt.org.

Als dritte Variante, neben „Jobben und Reisen“ und „Schule und Studium“, ist „Sprachen lernen“ außerdem ein Weg in neue Kulturen. Die bekannteste Variante ist die Sprachreise, bei der Ihr zwischen einer Woche und sechs Wochen bei Einheimischen unterkommt und eine Sprachschule besucht. Auch bei diesem vergleichsweise kurzen und lernintensiven Auslandsaufenthalt gibt es Förderprogramme von Bund, EU, Organisationen, Stiftungen und Verbänden in Form von Stipendien, Zuschüssen, die bei der Finanzierung unter die Arme greifen können.

Ganz egal, für welche Variante Ihr Euch entscheidet, wichtig ist, dass Ihr Euch im Vorfeld gut über die zahlreichen Optionen informiert. Denn mit der richtigen Unterstützung und genug Motivation, sich durch die Bürokratie zu arbeiten, steht Euch und Eurem Traum vom Ausland nichts im Wege.

Weitere Informationen und Listen zu den Organisationen, Stiftungen und Firmen, die Euch bei Eurem Auslandsaufenthalt finanziell unterstützen findet Ihr unter:
www.auslandsaufenthalt.org/auslandsaufenthalt.php


AUTOR
Anna Päseler
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    4. Dezember 2018, 11:16 Uhr
    Aktualisiert:
    4. Dezember 2018, 11:22 Uhr
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