Erzielte das Tor des Tages: Patrick Owomoyela.
Zwei Jahre Stammspieler
Sorgen macht sich der Rechtsverteidiger deshalb nicht. „Wir haben Februar“, sagt Owomoyela, „der Verein arbeitet an der Planung der kommenden Saison. Ich gehe davon aus, dass auch ich in den nächsten vier Wochen ein Signal bekomme, wie es weitergehen soll.“
Trainer Jürgen Klopp holte den 32-Jährigen im Sommer 2008 aus Bremen zum BVB, nicht jeder konnte diese Verpflichtung nachvollziehen, weil Owomoyela dort große Verletzungsprobleme hatte und dennoch eine satte Ablösesumme (circa 2,5 Millionen Euro) kostete. Beim BVB aber war Owomoyela zwei Jahre lang ein zuverlässiger und weitgehend gesunder Stammspieler (59 Einsätze), ehe der Pole Lukasz Piszczek eine Verletzung seines Positions-Konkurrenten nutzte und ihm zu Beginn der Meistersaison den Stammplatz abluchste.
"Fühle mich pudelwohl"
Verletzungen waren ein Karrierbegleiter für Owomoyela. In Bremen haben zwei große ihn zwei Jahre seiner Karriere gekostet. Zeit, die er jetzt gerne „hinten dranhängen“ würde. „Ich fühle mich fit genug, um noch ein paar Jahre auf diesem Niveau zu spielen“, sagt er, und gerne würde Patrick Owomoyela das in Dortmund tun („Hier fühle ich mich pudelwohl“).
Die Krux für den Mann mit den mal längeren und zuletzt gestutzten Rasta-Locken: „Ich kenne die Situation als Bankspieler eigentlich nicht. Ich habe immer gespielt, wenn ich fit war.“ Ob es ihm reicht, als Backup für Piszczek auf eine Verletzung seines Mitspielers warten zu müssen? „Eine interessante Frage“, sagt Patrick Owomoyela. Noch hat er sich nicht allzu intensiv mit diesem Problem beschäftigt.
Weitere Konkurrenz droht
Mit Julian Koch (20), der nach ewig langer Verletzung der Rückkehr ins Mannschaftstraining immer näher kommt, droht ihm weitere Konkurrenz auf der rechten Seite. Owomoyela hat allerdings am Ende der Hinrunde auch schon mal als Innenverteidiger ausgeholfen, „es kann ja nicht schaden, wenn man flexibel einsetzbar ist“, sagt er schmunzelnd.
Sein Stammplatz aber war lange die rechte Seite in der Viererkette. Als sich Piszczek in Berlin verletzte, musste sich Owomoyela nicht lange eingewöhnen. „Den Rhythmus zu halten, auch wenn man nicht regelmäßig spielt, ist nicht so schwierig“, sagt er. „Auch wenn kein Training und kein Einsatz in der zweiten Mannschaft die Anforderungen in einem Bundesliga-Spiel simulieren können.“
Klaglos in die 2. Reihe
Sonntag gegen Hannover wird er wieder ins zweite Glied zurücktreten, wenn Piszczek nach seiner Schädelprellung grünes Licht von den Ärzten bekommen sollte. Das geschieht klaglos, ist aber nicht immer so einfach, wie es aussieht, sagt Owomoyela. „Wir profitieren davon, dass es im Kader keine großen Streitereien gibt. Aber es ist ja nicht so, dass die, die nicht spielen, hundertprozentig zufrieden sind.“











