Gemeinsam stemmten sich Ines Bathen (l.) und Libera Linda Dörendahl gegen das Ausscheiden. Am Ende vergeblich, denn der USC unterlag im Pokal-Viertelfinale dem Titelverteidiger Smart Allianz Stuttgart mit 1:3.
Burchardt überragt
Angetrieben von den überragenden Angreiferinnen Regina Burchardt (24 Zähler) und Ksenija Ivanovic (19 Punkte) machten die Hessen nach 26 Minuten die Satzführung perfekt. „Wir haben zu wenig Druck beim Aufschlag erzeugt und hatten in der Annahme Probleme“, sagte Büring, der anschließend für die seit Wochen in einem kleinen Tief steckenden Ines Bathen Youngster Sina Fuchs brachte.
Doch auch in der Folge blieb der VCW dominant und legte sich prompt ein Drei-Punkte-Polster zum 6:3 zu. Büring musste früh eine Auszeit nehmen, die umgehend die Wende einläutete. Sechs Zähler gelangen dem USC hintereinander, Münster bot endlich die erhoffte Gegenwehr bei dem direkten Konkurrenten um eine gute Ausgangslage für die Ausscheidungsspiele. Zwei Satzbälle ließ der Deutsche Rekordmeister noch liegen, ehe Lonneke Sloetjes – die Niederländerin war mit 22 erfolgreichen Versuchen erneut beste Angreiferin – mit ihren Punkten Nummer zehn und elf den Gewinn des zweiten Abschnittes festzurrte.
Zwei 9:2-Serien
Die Begegnung war jetzt ausgeglichen, auch wenn sich beide Teams immer wieder Unkonzentriertheiten gönnten. Einen 9:2-Lauf Wiesbadens konterte Münster mit der identischen Serie zum 19:19, der Spannungsbogen verlief wellenartig. Denn nach dem USC-Ausgleich waren wieder die Hessen an der Reihe, waren in der Schlussphase präsenter und entschieden die wichtigen Ballwechsel für sich. Gleich der erste Satzball der Gastgeber saß, erneut hatte Wiesbaden die Nase vorn.
Wie im Vorfeld von Büring prophezeit, war die gutklassige Begegnung ein Duell auf Augenhöhe, das für die 1080 Zuschauer ein dramatisches Finale vorsah. Beim 17:11 war der USC auf dem besten Wege in den Tiebreak, der VCW aber schlug zurück, übernahm beim 22:21 wieder die Führung und hatte wenige Augenblicke später den ersten Matchball. Das Spiel wog hin und her, nach einer weiteren Chance für Wiesbaden fehlte der Büring-Sechs nur ein Zähler für den finalen Durchgang. Doch Münster ließ die Möglichkeit verstreichen und musste nach 119 Minuten den Siegpunkt Wiesbadens einstecken.
Bitteres Ende
Ein bitterer Moment für das USC-Ensemble, für das in Hessen sicherlich mehr möglich gewesen wäre. „Wie wir es im Vorfeld prophezeit haben, war es eine Partie auf Augenhöhe. Aber leider war Wiesbaden einen Tick besser“, erklärte Büring. „Wir haben nach dem schlechten Start gut dagegengehalten und haben die Fehler korrigieren können. Dass es nicht zum Sieg gereicht hat, ist für uns enttäuschend.“








