Handballer und Mathematik

02. Dezember 2011 11:22

So, heute plaudere ich ein bisschen aus dem Nähkästchen unseres Vereins. Aufmerksame Leser wissen, dass ich seit vielen Jahren Handball spiele. Ob erfolgreich oder nicht, soll hier nicht das Thema sein. Es geht heute um pure Mathematik.

Nun ist das bei uns im Verein so wie in vielen anderen Vereinen auch, dass das gemeinsame Miteinander einen großen Stellenwert genießt. Nach dem Training beispielsweise sitzen wir alle gerne bei einem kalten Getränk noch zusammen.

Da wir weder über Milllionäre im Verein verfügen (zumindest wissentlich nicht), noch unsere Schüler und Studenten über Gebühr strapazieren wollen, haben wir festgelegt, dass jedes Getränk 80 Cent kostet. Und da wir nun mal sehr vertrauensvoll miteinander umgehen, darf man bei uns auch anschreiben lassen und später bezahlen.

Nun sollte das nicht das Problem sein, doch am Donnerstag begab es sich, dass Sportskamerad "Rheuma Kai" doch 7,80 Euro auf dem Deckel hatte. Nun muss man kein Diplom-Mathematiker sein, um zu erkennen: Irgendwas stimmt da nicht.

Umgerechnet hat der Sportskollege ja mehr als neun, aber weniger als zehn Getränke gehabt. Genauer gesagt 9,75. Wobei wir immer noch nicht wissen: Was ist mit dem 0,25-Getränk passiert? Wer hat's getrunken, oder gibt es das noch? Wo steht es und: Wem steht es zu?

Getoppt werden diese existenziellen Fragen nur von einer Berechnung, die ich höchstselbst angestellt habe. Ich spiele gerade in einer gelinde formuliert eher suboptimal erfolgreichen Mannschaft. Im Mai sind wir zwar aufgestiegen, aber ich wage schon jetzt die kühne Prognose: Noch einen Aufstieg werden wir nicht schaffen. In dieser Saison jedenfalls nicht.

Am Samstag hatten wir das ultimative Spitzenspiel Letzter gegen Vorletzer und wir sind mit dem festen Vorsatz da reingegangen: Wenn wir die nicht schlagen, wen dann? Dumm nur:  Irgendwie dachte der Gegner genau das gleiche und wir verloren mit zwei Toren Unterschied.

Da macht man sich natürlich einen Kopf. Wie hätte man das verhindern können? Zwei Tore sind im Handball nichts. Die Lösung: Ausgerechnet in diesem Alles-oder-nichts-Spiel fehlten uns drei absolute "Leistungsträger".

Der Eine heiratet demnächst und hatte die Nachbarn zu Gast, der Zweite ist Trauzeuge und war damit ebenfalls beim Kränzen und der Dritte lag nach dem Junggesellenabschied am Abend zuvor noch im Salz. Sie sind also schuld. Oder doch nicht?

Summa sumarum, so habe ich schnell der imaginären Datenbank unseres Vereins entnommen, fehlten uns in diesem Spiel stolze 1,8 Tore!  Das hätte zwar nicht zum Sieg gereicht. Aber eine Niederlage mit 0,2 Toren hört sich doch besser als an als eine mit zwei, oder?

1. Fußball-Bundesliga

Sport-Blog von Olaf Krimpmann

Ballaballa? Muss man nicht sein, um über Sport zu philosophieren. Manchmal hilft’s allerdings schon. Sportredakteur Olaf Krimpmann (43) jedenfalls liebt den Sport. So sehr, dass er sich sogar freiwillig in die Hallen und auf die Plätze bewegt. Dass dort nicht nur der Ball rund ist, sei schon jetzt verraten. Mehr zum Thema Bälle – große wie kleine – und Sport in all seiner Pracht gibt’s jedenfalls hier.

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