Vor Berlin: Die Hertha ist ein Schalker Lieblingsgegner

GELSENKIRCHEN Beim Schalker Abschlusstraining vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin (Sa. 15.30 Uhr / Sky) war Leon Goretzka dabei. Doch ob der Nationalspieler heute auch in der Schalker Startelf steht, ist keineswegs sicher.

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    Die Schalker hoffen auf den Einsatz von Leon Goretzka. Foto: Matthias Balk

„Leon hat nach wie vor kleine Probleme. Die Schmerzen wurden während des Trainings am Donnerstag größer“, berichtete Trainer Domenico Tedesco am Freitag. Da Goretzka nun schon fast zwei Wochen das Training reduzieren musste, könnte gegen die Berliner Nabil Bentaleb eine neue Chance bekommen.

Den Ausfall von Guido Burgstaller (Gelbsperre) bewertete Tedesco einerseits als „sehr schade“. Aber andererseits betont der 32-Jährige im gleichen Atemzug: „Wir haben genügend Alternativen.“ und zählte Amine Harit, Marko Pjaca und Yevhen Konoplyanka auf, die Burgstaller eins zu eins ersetzen könnten. Eine weitere Option ist für Tedesco eine Veränderung des Spielsystems, beispielsweise mit einer zentralen Spitze.

"Sie spielen diszipliniert"

Wie auch immer der Schalker Trainer sich entscheiden wird, vor den Berlinern hat er gehörigen Respekt. „Die Hertha hat gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenregion besser gepunktet als wir. Diese Resultate sind kein Zufall, sie spielen diszipliniert.“ Die Berliner siegten unter anderem in Unterzahl in Leipzig und in Leverkusen und punktete in München sowie gegen Dortmund.

Andererseits haben die Königsblauen eine glänzende Heimbilanz gegen die Hauptstädter. Die letzten neun Partien in der Arena wurden gewonnen, das ist Vereinsrekord. Die Hertha gehört also zu den Schalker Lieblingsgegnern.

McKennie ist "eine Option"

Erstmals wieder zum Kader gehören könnte Weston McKennie. Der 19-Jährige US-Nationalspieler nahm in dieser Woche nach seiner Knieverletzung erstmals wieder komplett am Mannschaftstraining teil und ist laut Domenico Tedesco für das Spiel gegen die Hertha „direkt eine Option“.

Und wie ist der Stand der Dinge bei Max Meyer? „Es gibt keinen neuen Sachstand”, sagte Christian Heidel, nachdem Meyer und sein Berater Roger Wittmann das bis zum 15. Februar befristete Schalker Angebot für eine Vertragsverlängerung nicht akzeptiert haben. Heidel hat einen Verbleib des Nationalspielers auf Schalke zwar nicht abgeschrieben, aber der Sportvorstand macht keinen Hehl daraus, dass er längst mit Alternativen für Meyer in Kontakt ist. „Wir sondieren den Markt“, so Heidel.

Bislang keine Gegenforderung

Eine Gegenforderung der Meyer-Seite - Schalke hat rund 5,5 Millionen Euro pro Jahr angeboten - gibt es bisher übrigens nicht. Die Absage erfolgte nur aufgrund der Befristung, weil Meyer sich bei seiner Entscheidung noch mehr Zeit lassen wolle.

Dass der Stillstand bei den Verhandlungen mit einem belasteten Verhältnis zwischen Heidel und Wittmann zusammenhängt, verwies der Schalker Manager ins Reich der Fabel. Aber Heidel ließ auch durchblicken, dass er sich eine schnelle Entscheidung bei dieser Personalie wünscht, damit die Schalker Mannschaft sich ganz auf den Saisonendspurt konzentrieren könne. „Wir haben eine glänzende Ausgangsposition, um die Saison in der Bundesliga und im DFB-Pokal erfolgreich zu beenden,“ so der Sportvorstand. Diese soll durch die ungewisse Zukunft von Meyer nicht belastet werden.
Voraussichtliche Aufstellung
Schalke 04:
Fährmann - Kehrer, Naldo, Nastasic - Meyer, Bentaleb - Caligiuri, Oczipka - Harit - Embolo, Di Santo.
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  • Erstellt:
    3. März 2018, 05:40 Uhr
    Aktualisiert:
    7. April 2018, 03:34 Uhr
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