Herten schwer getroffen: 80 Unwetter-Einsätze für die Feuerwehr

HERTEN Die Hertener Feuerwehr ist seit dem Unwetter am Donnerstagnachmittag mit mehr als 70 Leuten im Dauereinsatz: Rund 80 Einsätze gab es bis 21.15 Uhr - und es werden immer noch mehr. Westerholt wurde von dem Unwetter am schwersten getroffen, aber auch in Langenbochum, Scherlebeck, Disteln, Backum und Bertlich gibt es teils erhebliche Schäden durch Sturm und Blitzeinschläge.

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    Viele Straßen sind nach dem Unwetter unpassierbar, hier die Straße Zum Bahnhof in Westerholt. Foto: Bergmannshoff

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    Der Sturm hat an der Martin-Luther-Schule ein Dach zerstört. Foto: Bergmannshoff Foto: Bergmannshoff

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    Ein umgestürzter Baum an der Langenbochumer Straße. Foto: Sitki Kus

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    An der Bahnhofstraße riss der Sturm große Teile eines Daches zu Boden. Foto: Frank Bergmannshoff

Sämtliche Kräfte der Hertener Feuerwehr wurden mobilisiert: die Berufsfeuerwehr, die drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr und auch die hauptamtlichen Kräfte, die heute eigentlich keinen Dienst haben.

Auf der Richterstraße in Scherlebeck war ein Baum auf ein Auto gefallen, in dem ein Mensch saß. Der Vorfall ging zum Glück glimpflich aus. An der Elper Straße begrub eine Birke vier Autos unter sich. "An zwei Fahrzeugen entstand Totalschaden", berichtete Feuerwehr-Einsatzleiter Hans-Georg Lauer.



An der Feldstraße brannte ein Dachstuhl aufgrund eines Blitzeinschlags - zum Glück nicht so heftig. Schlimmer traf es ein Haus an der Klausenburger Straße. Ein Blitz sprengte Dachpfannen weg, entzündete den Dachstuhl. Die Hausbewohner löschten mit dem Gartenschlauch, bis die Feuerwehr eintraf.

An der Martin-Luther-Schule wurde das Dach eines Verbindungsgangs zerstört. Gewaltige Dachteile wurden vom Sturm hoch gerissen und flogen mehr als 50 Meter weit über den Schulhof.

Am Westerholter Bunker (Kolpingstraße) wurde ebenfalls das Dach erheblich beschädigt.

Auch an der Bahnhofstraße in Höhe Lidl-Markt wurden große Teile eines Daches abgerissen und samt Mauerteilen auf Gehweg und Fahrbahn geschleudert.

Planschbecken, Sandkästen und Metallschuppen wurden - zum Beispiel auf der Hahnenbergstraße in Langenbochum - aus Gärten herausgerissen.

Dutzende Bäume, teils 30 Meter hoch, knickten um oder wurden entwurzelt oder durch Blitzeinschläge gespalten, massenweise Äste flogen über die Straßen. Zahlreiche Straßen waren über Stunden hinweg blockiert, etwa die Langenbochumer Straße zwischen Langenbochum und Westerholt, die Straße "Zum Bahnhof" in Westerholt, die Ulmenstraße, die Lindenstraße, Über den Knöchel...

Bis in den Abend hinein waren neben der Feuerwehr auch Mitarbeiter des Zentralen Betriebshofes an den Aufräumarbeiten beteiligt.

Die gute Nachricht: Bislang gibt es keine Verletzten. Die weniger gute: Am Abend oder in der Nacht ist ein weiterer Sturm nicht auszuschließen.
3 KOMMENTARE
16.06.17 13:40

Ruheforst?

Hallo, weiß jemand, wie es im Ruheforst Westerholt aussieht?

21.06.17 22:49

am besten...

.. mal bei der Gräflichen Verwaltung anfragen.
Aber ich hab nichts davon gehört, dass der Ruheforst gesperrt ist.

15.06.17 17:58

Blitzschnell

Danke, liebe HA, für die fixe Meldung. Schnell wie der Blitz...

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