Feuerwehr und Rettungsdienst: Es ist zu eng - Wache braucht neuen Platz

Waltrop Die Feuer- und Rettungswache an der Große-Geist-Straße ist in die Jahre gekommen. Dass sie in den kommenden Jahren an Vorschriften zum Hygienestandard, zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz angepasst werden muss, steht so auch im Brandschutzbedarfsplan aus dem Sommer 2015. Am jetzigen Standort ist alles ausgereizt. Um einen neuen Standort für die Feuer- und Rettungswache kommt man offenbar nicht herum.

  • Feuerwehr Waltrop

    Die Feuer- und Rettungswache Waltrop. Foto: ANDREAS KALTHOFF

Es sei zudem sehr eng am jetzigen Standort, sagte Bürgermeisterin Nicole Moenikes; Ausdehnungsmöglichkeiten gibt es dort nicht mehr. Sie betont indes: „Es ist alles gewährleistet, dass die Waltroper sich sicher fühlen können.“ Niemand müsse fürchten, im Notfall nicht gut genug versorgt zu werden. Es gehe darum, für die nächsten Jahre gerüstet zu sein und aktuellen Anforderungen zu genügen. Denn der viel beschriebene demografische Wandel bringt auch mit sich, dass Einsatzzahlen steigen – in Zeiten, in denen die Menschen immer älter werden; und Alter bedeutet naturgemäß mehr Gebrechen, somit potenziell mehr Einsatzfahrten.

Dreimal so viele Hauptamtliche

Von 1980 bis heute hat sich die Zahl der Hauptamtlichen auf der Wache von 14 auf mittlerweile rund 45 quasi verdreifacht. Außerdem sind heutige Einsatzfahrzeuge größer und breiter als noch vor Jahren, brauchen somit auch mehr Platz in den Hallen.

Ebenfalls im Brandschutzbedarfsplan nachzulesen: Absaugeinrichtungen fehlen teilweise, Laufwege können stellenweise nicht eingehalten werden. Wenn man nicht Gefahr laufen wolle – gerade im hygienisch sensiblen Bereich des Rettungsdienstes – sich Versäumnisse vorhalten zu lassen, müsse man die Wache an bestehende Vorschriften anpassen. Hinzu kommt: Eine Jugendfeuerwehr gab es zum Zeitpunkt, an dem die Wache erbaut wurde, auch noch nicht; folglich wurde für sie kein Platz vorgesehen.

Stadt hält sich beim Standort bedeckt

Auch Vertreter der Krankenkassen, die den Rettungsdienst finanzieren, hätten geäußert, dass der Zustand an der Wache Große-Geist-Straße so nicht mehr haltbar sei, sagt Moenikes. Angaben zu einem möglichen Standort wollte die Bürgermeisterin zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht machen. Am aktuellen Ort hat das Gelände der Wache etwa 5.000 Quadratmeter; eine zukunftsfähige neue Wache bräuchte etwa das Doppelte. Auch der Zeitpunkt, wann man mit dem Bau einer neuen Wache beginnen könnte, sei noch nicht konkret terminierbar.
1 KOMMENTAR
11.10.17 00:22

Strategisch sinnvoll...

wäre das Feld Münsterstraße Richtung Datteln,direkt hinterm Hangel.
Es hat die kleine Nebenstraße zur Münsterstraße und die Hangel Ampel könnte von der Feuerwehr geschaltet werden. Die Einsatzfahrzeuge wären somit ohne Probleme auf der Haupstraße und müßten nicht,so wie jetzt auf der Kreuzung Leveringhäuser-Hilbertstraße kämpfen,die bei Hauptverkehr eh immer dicht ist....

Die alte Wache sollte man aufgrund der nähe zum Krankenhaus jedenfalls nicht ganz schließen,für den RTW und das NEF ist das der perfekte Standort.

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