Borussia Dortmund

Aufstellung: So könnte der BVB gegen Borussia Mönchengladbach starten

Borussia Dortmund trifft am Samstagabend im Topspiel auf Borussia Mönchengladbach. Wir werfen einen Blick auf die voraussichtliche Startelf des BVB.
Bereit für das Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach: Die BVB-Stürmer Erling Haaland (l.) und Donyell Malen. © imago images/Sven Simon

Etwas Druck vom brodelnden Kessel nehmen. Deeskalieren. Es war schlicht klug, wie unaufgeregt BVB-Trainer Marco Rose vor dem Ligakracher gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uh, live bei Sky und bei uns im Live-Ticker) am Mikrofon agierte. Rose lobte die Qualität seines früheren Teams in höchsten Tönen, schwärmte von Trainer Adi Hütter und vielen tollen Menschen bei der Borussia vom Niederrhein.

BVB-Trainer Rose erwartet ein hitziger Abend in Gladbach

Dortmunds Coach erwartet dennoch ein hitziger Samstagabend. Viele Gladbacher Fans haben ihm seinen Wechsel zum BVB nicht verziehen. Sie werden laut sein, verbale Tiefschläge von den Rängen und böse Banner sind angekündigt. Schon länger planen Gladbacher Ultras gezielte Aktionen für diesen Abend.

Es wird also zweifelsohne hart werden für Rose – der sich aber nicht mit Schmähungen von den Tribünen befassen will. Sondern „nur mit dem Wesentlichen“. Dem Spiel. Und in der Tat könnte Roses Mannschaft entscheidend dabei helfen, die Anti-Stimmung im Borussia-Park schnell einzudämmen. Indem sie an ihre aktuelle Serie anknüpft. Denn vier Siege am Stück haben das Selbstvertrauen der Schwarzgelben kräftig wachsen lassen. Und in allen jüngsten 37 Ligaspielen hat der BVB mindestens einmal getroffen. Ein frühes Dortmunder Tor am Samstagabend – und es wäre wohl deutlich ruhiger unter den 25.000 emotional aufgeladenen Fans.

Mönchengladbach gegen Dortmund: Hütter fordert Kampfgeist

Der größere sportliche Druck in der 99. Auflage dieses Bundesliga-Klassikers liegt klar bei den Gastgebern, die schwach in die Saison gestartet sind und im Tabellenkeller stecken. Erst vier Punkte und fünf Tore stehen bislang auf dem Gladbacher Konto, es mangelt nicht nur an Effizienz und Selbstvertrauen. „Spielerisch fehlt uns die Dynamik“, gestand Trainer Adi Hütter vor dem brisanten Duell der Borussias. Das Rezept, um gegen Dortmund trotzdem den ersehnten Befreiungsschlag zu landen, lieferte Hütter aber gleich mit: „Wir müssen miteinander fighten, wir müssen mutig und unangenehm sein.“

Der BVB soll so die Lust auf seinen mitunter spektakulären Offensivfußball verlieren, soll selbst möglichst oft in die Defensive gedrängt werden. Dorthin, wo die Schwarzgelben bekanntermaßen verwundbar sind. Mehr als zwei Gegentore kassierte Roses Auswahl bislang pro Spiel in der Liga – klar, dass die Gladbacher dort den Schlüssel zum angestrebten Coup wähnen.

BVB-Trainer Rose will gegen Gladbach „unsere Qualitäten auf den Platz bringen“

Marco Rose forderte sein favorisiertes Team auf, „unsere Qualitäten auf den Platz zu bringen, um die drei Punkte mitzunehmen“. Heißt: Pressen, mit Tempo im Ballbesitz den Torabschluss suchen. Gier ausstrahlen.

Aber: Der BVB ist gewarnt, aufs Neue seit dem vergangenen Wochenende, als er nach einer 3:0-Führung gegen Union Berlin in der Schlussphase plötzlich noch wackelte. Zu früh nachzulassen, nicht mehr konsequent genug in die Zweikämpfe zu gehen, das könnte sich gegen stärkere Teams als Union rächen. „Wir müssen unser Spiel 90 Minuten seriös durchziehen“, mahnte Rose.

Ob Marco Reus dabei mitwirken kann, ist seit Freitagabend offen. Der Kapitän reiste nicht in den BVB-Teambussen mit nach Gladbach. Ob sich der 32-Jährige im Abschlusstraining verletzt hat oder es sich um eine Vorsichtsmaßnahme handelt und er zum Spiel nachreist, war am Abend noch unklar.

Voraussichtliche Aufstellung: So könnte der BVB gegen Gladbach starten

Kobel – Meunier, Hummels, Akanji, Guerreiro – Bellingham, Witsel, Hazard, Dahoud – Malen, Haaland

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