Neuer DFL-Aufsichtsratsvorsitzender: Hans-Joachim Watzke © picture alliance/dpa
Meinung

BVB-Boss Watzke tut der DFL einen größeren Gefallen als sich selbst

Hans-Joachim Watzke ist einer der mächtigsten Männer im deutschen Fußball. Mit seinem Job bei der DFL tut er der Bundesliga einen größeren Gefallen als sich selbst. Jürgen Koers kommentiert.

Hans-Joachim Watzke erweckte auch am Dienstag nicht den Eindruck, dass er am Ziel seiner Träume angelangt sei. Als vor Wochen durchsickerte, er solle den Chefposten der Deutschen Fußball-Liga übernehmen, wirkte die öffentliche Zurückhaltung des 62-jährigen Sauerländers auf manche Beobachter wie Koketterie. Tatsächlich fühlte sich der BVB-Geschäftsführer in gewisser Weise genötigt, das ihm angebotene Amt anzunehmen. Man fand keinen anderen vorzeigbaren Kandidaten, der das Machtvakuum im Ligaverband füllen und die Masse an bevorstehenden Aufgaben erfüllen könnte. Die Klubvertreter, die ihn am Dienstag in einem Frankfurter Hotel mit großer Mehrheit wählten, sind ihm dankbar. Bekannte Gesichter und durchsetzungsstarke Macher gibt es aktuell nicht mehr viele in ihren Reihen, zu dem DFL-Job bereiterklärt hatte sich keiner.

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Redakteur
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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