Mit Wolf und Bynoe-Gittens? Terzic hat gegen Bremen die BVB-Qual der Wahl

Redakteur
Jamie Bynoe-Gittens, Nico Schlotterbeck, Julian Brandt und Marius Wolf bejubeln den Sieg in Freiburg.
Marius Wolf (r.) und Jamie Bynoe-Gittens (l.) könnten gegen Bremen in die BVB-Startelf rücken. © imago / Kirchner-Media
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Wenn man die Rolle als Schiedsrichter im Trainingsspiel einmal ausklammert, findet Edin Terzic, ist das vielleicht der schwierigste Teil des Jobs als Cheftrainer. Denn so schön es auch ist, dass für das Bundesliga-Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr, live bei Sky) „erstmals alle Mann an Bord“ sein sollen: Der 39-Jährige muss auf fast allen Positionen schwierige Entscheidungen treffen. Vielleicht auch eine Asuwahl, die nicht unbedingt gerecht ist.

BVB-Trio Süle, Adeyemi und Özcan stehen vor der Rückkehr

Niklas Süle steht nach seiner Muskelverletzung vor seinem Bundesliga-Debüt, Karim Adeyemi ist nach einem Schlag auf den Fuß wieder fit, Salih Özcan ist endgültig bereit für einen Einsatz, Giovanni Reyna hat entscheidende Schritte gemacht, Tom Rothe ist zurück im Mannschaftstraining und auch Raphael Guerreiro und Jude Bellingham, die am Mittwoch nur Teile des Trainings absolvieren konnten, stehen zur Verfügung. Kurzum: Edin Terzic hat die Qual der Wahl. Einige sind sicherlich weiter als andere. Aber Terzic ist sich bewusst: „Wenn man 26 Feldspieler im Kader hat, ist es unmöglich, fair zu sein.“ Wichtig sei der offene und ehrliche Umgang miteinander.

Solche offenen und ehrlichen Gespräche dürfte Terzic wohl mit Thorgan Hazard und Thomas Meunier führen. Die beiden Belgier gehörten in Freiburg zu den schwächsten Borussen. Im Gegenteil zu ihren Konkurrenten auf den jeweiligen Positionen. Marius Wolf drängt nach seinem überzeugenden Auftritt in Freiburg in die Startelf. „Marius hatte sehr gut Offensivaktionen, aber auch defensiv war er stark. Er hat kaum Flanken zugelassen, ist gut eingerückt und im Pressing vorgestochen“, lobte Terzic den Allrounder.

Wolf und Bynoe-Gittens drängen gegen Bremen in die BVB-Startelf

Für Hazard dürfte „Gamechanger“ Jamie Bynoe-Gittens in die erste Elf rücken. Der Engländer, der in Freiburg sein erstes Bundesliga-Tor erzielt und unter der Woche seinen Vertrag beim BVB bis 2025 verlängert hat, kann das Spiel der Borussia mit Tempo und Dribbelstärke auf ein anderes Level heben.

Deutlich knapper werden einige andere Entscheidungen ausfallen. Wie bei Niklas Süle, bei dem Terzic genau schauen will, „wie viele Minuten er bekommen kann“. Oder bei Salih Özcan, der vor der Saison fest auf der Sechs eingeplant war, sich am Samstag aber vermutlich erst einmal hinter Mahmoud Dahoud einreihen muss. Auf der linken Außenbahn muss sich Terzic zwischen Donyell Malen und Karim Adeyemi entscheiden, im Sturmzentrum zwischen Anthony Modeste und Youssoufa Moukoko. „Am Ende sind es Nuancen, die entscheiden.“

BVB-Trainer Edin Terzic kann sich auf seine Joker verlassen

Wobei das Luxusproblem Terzic zusätzlich in die wunderbare Situation versetzt, auch gegen Bremen („Sie sind kein normaler Aufsteiger, haben sehr viele gestandene Spieler im Kader. Sie wollen zeigen, dass sie es besser können als vor zwei Jahren.“) sein „goldenes Händchen“ in Sachen Einwechslungen unter Beweis stellen zu können.

„Alle Spieler haben das Spiel verändert. Man sieht dadurch, wie gut der Kader besetzt ist.“ Und der ist jetzt auch noch komplett.