Neuer Job für BVB-Boss Watzke – Große Mehrheit bei DFL-Wahl

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Eine weitere Funktion: Hans-Joachim Watzke wird Chef-Aufseher bei der Deutschen Fußball Liga. © picture alliance/dpa
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Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist von den Vertretern der 36 Profiklubs zum Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga (DFL) gewählt worden. Auf den 62-Jährigen entfielen 32 von insgesamt 34 Stimmen. Watzke tritt die Nachfolge von Peter Peters an, der sein Amt zur Verfügung stellt, weil er Präsident des Deutschen Fußball-Bundes werden möchte. Offiziell bleibt Peters noch bis Februar kommenden Jahres auf seinem Posten, er hat jedoch bereits angekündigt, die Geschäfte sofort zu übergeben. Der BVB-Boss kann also sofort loslegen.

BVB-Chef Watzke wird Aufsichtsrats-Boss bei der DFL

Als starker Mann bei der DFL folgt Watzke auf Geschäftsführer Christian Seifert, der nach 16 Jahren im Amt eine andere Aufgabe sucht. Dessen Job im operativen Geschäft übernimmt die frühere Medienmanagerin Donata Hopfen. Bei allen strategischen Fragen wird sie sich in Zukunft mit Watzke abstimmen.

Zu dem Posten als Aufseher des deutschen Profifußballs konnte Watzke nicht „Nein“ sagen, als er ihm im Oktober angetragen wurde. Noch vor etwas mehr als zwei Jahren hatte der gebürtige Sauerländer seine Kandidatur für den Aufsichtsrat wegen des Widerstands einiger Vertreter des „Teams Mittelstand“ zurückgezogen. Nun wurde er mit großer Mehrheit gewählt.

Viele Aufgaben für neue DFL-Führung und BVB-Boss Watzke

Aufgaben gibt es reichlich: National die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und der ewige Streit um 50+1 (Stichwort: Kartellamt), dazu international die Konkurrenz durch die leistungsstärkeren Topligen in England und Spanien, fremdfinanzierte Protzklubs und das Schreckgespenst einer Super League. Um nur einige Probleme zu nennen.

Seine größte Leidenschaft gehöre weiter der Arbeit beim BVB, versicherte Watzke. „Mein Leben ist im Fußball Borussia Dortmund. Ich habe meinen Traumjob, den würde ich für keinen anderen Job der Welt aufgeben, deshalb mache ich das ja schon so lange.“ In Zukunft muss er nicht nur Schwarzgelb im vielstimmigen Chor der DFL-Klubs vertreten, sondern auch Kompromisse aushandeln, moderieren, vereinen.

BVB-Boss Watzke neben dem BVB auch bei der DFL und bei der ECA

Watzke ist neben seinen Jobs beim BVB und bei der DFL außerdem Mitglied im Vorstand der European Club Association, der einflussreichen Vertretung der stärksten Klubs Europas. Er wird nach Beschlussfassung des DFB-Präsidiums satzungsgemäß als 1. Stellvertretender Sprecher des DFL-Präsidiums auch 1. Vizepräsident des DFB.