Pherai hofft auf Bundesliga-Debüt beim BVB: „Habe den Traum nicht aufgegeben“

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Immanuel Pherai kämpft beim BVB um einen Profi-Vertrag. © picture alliance/dpa
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Deutscher Meister mit der U17 und der U19 des BVB, danach ein Leihgeschäft zum niederländischen Erstligisten PEC Zwolle. Seit dieser Saison ist Immanuel Pherai, der vor vier Jahren aus der Jugend von AZ Alkmaar zu Borussia Dortmund wechselte, wieder zurück beim BVB. Allerdings nur als Spieler für die U23 in der 3. Liga. Das hatte sich der 20-Jährige eigentlich anders vorgestellt. Doch der Traum von der Bundesliga, er lebt noch.

Unter Lucien Favre trainierte Immanuel Pherai bei den Profis mit

„Mir lagen damals Angebote von Ajax und Manchester United vor“, sagt Immanuel Pherai in einem Interview mit „Spox“ und „Goal“. Doch der Niederländer entschied sich 2017 für den BVB. „Ich bin mit dem Ziel nach Dortmund gekommen, Profi zu werden.“ Im Februar 2019 war der damalige U19-Spieler diesem Ziel noch deutlich näher. Unter Ex-BVB-Trainer Lucien Favre trainierte er bei den Profis mit, fuhr sogar mit ins Trainingslager.

Doch für mehr sollte es erst einmal nicht reichen, in einem Einzelgespräch legte man Pherai eine Leihe nahe. Er entschied sich für den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle. „Mir ging es vor allem um die Spielpraxis auf hohem Niveau. Zwolle war schon länger an mir interessiert, daher war das eine gute Lösung.“ 27 Mal lief er für den Klub aus der Eredivisie auf, erzielte zwei Treffer und legte drei auf.

Immanuel Pherai: Nur U23 statt Trainingslager mit den BVB-Profis

Lange war jedoch unklar, wie es nach der Zeit in Zwolle mit Pherai weitergehen sollte. „Leider zog es sich etwas hin, bis ich endgültig Klarheit hatte. Es gab in den Niederlanden und in Belgien ein paar Optionen für eine erneute Leihe, doch mir war lange nicht klar, wie es beim BVB konkret für mich weitergehen würde. Ich ging eigentlich davon aus, dass ich wieder bei den Profis mittrainiere.“

Doch es kam anders. Während Antonios Papadopoulos, Lennard Maloney, Marco Pasalic oder Albin Thaqi aus der U23 sowie einige U19-Spieler mit BVB-Cheftrainer Marco Rose und dem Profikader ins Trainingslager in die Schweiz nach Bad Ragaz fuhren, absolvierte Pherai die gesamte Vorbereitung in der Drittliga-Mannschaft von Borussia Dortmund „Nachdem ich dort einen Monat lang dabei war, hatte ich ein Gespräch mit Sebastian Kehl. Er meinte, dass das Jahr in Zwolle gut für mich war und sie nun meine Entwicklung in der U23 beobachten werden.“

Pherai zählt in der BVB-U23 zu den festen Größen im Kader

14 Spiele hat Pherai mittlerweile für die U23 absolviert, 13 davon von Beginn an. Er gehört zu den festen Größen im Kader von Enrico Maaßen – und hat sich selbst mit der Situation abgefunden. „Ich glaube, dass ich auch in der 3. Liga einen Schritt nach vorne komme.“ Er müsse weiterhin hart an sich arbeiten, vor allem am linken Fuß und die Passgenauigkeit noch erhöhen. „Gelingt mir das, kann es auch schnell gehen. Ich will so hoch wie möglich spielen.“

Am liebsten in der Bundesliga. „Den Traum habe ich nicht aufgegeben – ich möchte mein erstes Bundesligaspiel für den BVB machen. Dafür bin ich vor vier Jahren hierher gekommen. Ich glaube auch weiter daran, dass ich das nötige Niveau erreichen kann“, sagt Pherai gegenüber „Spox“ und „Goal“.

Um das Ziel zu erreichen, sei für ihn durchaus eine erneute Leihe vorstellbar. „Ich weiß, dass es bereits konkretes Interesse von Klubs aus Deutschlands 1. und 2. Liga an mir gibt. Wenn es möglich ist, dort regelmäßig zu spielen und zuvor beim BVB einen Profivertrag zu unterschreiben, wäre das eine gute Option. Mir ist vor allem wichtig, dass ich genau weiß, was von mir erwartet wird, um eine Zukunft in Dortmund haben zu können.“