Castrop-Rauxelerin stirbt nach Corona-Infektion

Redakteurin
Coronavirus als Symbolbild
Eine Frau aus Castrop-Rauxel ist im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gestorben. © Martin Klose
Lesezeit

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind im Kreis Recklinghausen wieder mehrere Menschen gestorben. Der Kreis bestätigte am Dienstag (27.9.) sieben weitere Todesfälle.

Gestorben ist in Castrop-Rauxel eine 86-jährige Frau. Es ist der 148. Todesfall seit Beginn der Pandemie in der Europastadt. In Dorsten starb ein 75 Jahre alter Mann, in Herten zwei Männer im Alter von 85 und 86 Jahren, in Marl ein 95-jähriger Mann sowie in Waltrop zwei Frauen im Alter von 80 und 85 Jahren. Damit sind im Kreisgebiet 1482 Menschen im Zusammenhang mit Corona gestorben.

Zuletzt waren im Kreis vier, in Castrop-Rauxel sogar fünf Wochen lang keine neuen Todesfälle gemeldet worden. Fast immer sind ältere Menschen betroffen. So waren unter den Todesfällen 938 Menschen, die 80 Jahre oder älter wurden. In der Altersgruppe von 70 bis 79 wurden 319 Fälle registriert, 138 sind es bei den 60- bis 69-Jährigen. 9 Menschen starben im Zusammenhang mit Corona, die zwischen 20 und 39 Jahre alt wurden.

Herbstwelle rollt – nur noch nicht in NRW

Die aktuellen Zahlen zur Corona-Lage veröffentlicht der Kreis Recklinghausen an jedem Freitag. Am 23.9. lag die Kreis-Inzidenz bei 232,4. Am Dienstag wird die Inzidenz laut Landeszentrum Gesundheit (LZG) mit 262,4 angegeben, das ist im Vergleich zum Vortag ein Anstieg um 29,4.

Deutschlandweit steigen die Infektionszahlen wieder. Für Castrop-Rauxel gibt es nur den Wert mit Stand 23.9.. Da lag die Inzidenz bei 277,6, 203 Menschen hatten sich in sieben Tagen nachweislich infiziert.

Bei all diesen Zahlen ist außerdem zu berücksichtigen, dass die Dunkelziffer erheblich sein dürfte. Viele Menschen, deren Selbsttest auf eine Corona-Infektion positiv ausfällt, absolvieren erst gar keinen offiziellen Schnell- oder PCR-Test und tauchen deshalb in der Statistik auf.

So oder so: Die Corona-Herbstwelle rollt – bisher vor allem in Bayern und im Saarland. NRW nimmt noch eine Sonderstellung ein. Es ist das einzige Bundesland, in dem der Inzidenz-Anstieg noch unter zehn Prozent liegt. Entspannt ist weiterhin die Lage in den Krankenhäusern im Kreis. Zwischen dem 19. und 23. September befanden sich 43 Patienten in Kliniken, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Sechs bis acht Covid-19-Patienten wurden in dieser Zeit täglich in den Intensivstationen behandelt.