EEG-Umlage fällt

Verbraucherzentrale rät: Jetzt Zählerstand ablesen – das ist der Grund

Die Verbraucherzentrale rät, zum Monatswechsel Juni/Juli die Stromzähler abzulesen. Warum und an wen sich dieser Rat richtet, erklärt uns die Energieberaterin der Castrop-Rauxeler Geschäftsstelle.
Wer Wärmestrom nutzt, also Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizungen hat, sollte jetzt den Zählerstand ablesen und übermitteln. Das rät Elisabeth Wigger-Düsing von der Verbraucherzentrale.
Wer Wärmestrom nutzt, also Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizungen hat, sollte jetzt den Zählerstand ablesen und übermitteln. Das rät Elisabeth Wigger-Düsing von der Verbraucherzentrale. © Jens Büttner / Volker Engel

Die EEG-Umlage entfällt ab dem 1. Juli 2022. Die Verbraucherzentrale NRW rät Hausbesitzern, nun eine Zwischenablesung bei den Stromzählern vorzunehmen und die Werte an den Stromversorger zu übermitteln. Warum, sagt Elisabeth Wigger-Düsing, die Energieberaterin aus Castrop-Rauxel.

„Energieversorger müssen den Betrag in Höhe von 4,43 Cent pro Kilowattstunde brutto bei den Strompreisen berücksichtigen und mit der Jahresrechnung an die Haushalte weitergeben“, so Wigger-Düsing. Aber was bedeutet das nun eigentlich für den Strompreis?

„Die Stromanbieter müssen die Absenkung in vollem Umfang an die Endverbraucher weitergeben“, sagt die Verbraucherberaterin. „Für Privathaushalte ändern sich die monatlichen Abschläge zunächst jedoch nicht. Die Preissenkung wird erst mit der nächsten Jahresrechnung verrechnet.“

Bei Haushalten, die nur Haushaltsstrom verbrauchten, ist eine Zwischenablesung nicht erforderlich, meint sie. Grund: Ihr Stromverbrauch verteilt sich gleichmäßig übers Jahr. Eine Schätzung des Stromverbrauchs durch den Stromanbieter zur Jahresmitte reiche aus.

Wer aber mit Strom heizt und eine Wärmepumpe oder eine Nachtstromspeicherheizung hat, sollte den Zählerstand übermitteln, am besten am 30. Juni oder am 1. Juli. „Der Stromverbrauch ist über das Jahr durch die Heizperiode ungleichmäßig verteilt“, sagt Wigger-Düsing.

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