Hohe Energiekosten: Hier gibt es Beratung für die Betriebe aus Datteln

Redakteur
Wirtschaftsförderer Stefan Huxel vor dem Ortsschild der Stadt Datteln.
Wirtschaftsförderer Stefan Huxel erklärt, wo sich Unternehmer beraten lassen können. © Balint
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Hafenrestaurant-Betreiber Jens Bier (38) sieht sich, wie berichtet, gezwungen, wegen der steigenden Energiekosten sein Restaurant Ende Oktober zu schließen, und er ist nicht der Einzige. Seine monatlichen Abschläge sind innerhalb weniger Monate von 850 Euro auf 6000 Euro gestiegen – zu viel für den 38-Jährigen. Experten wie der Gastronom und Dehoga-Sprecher im Kreis Recklinghausen, Uwe Suberg, gehen davon aus, dass weitere Unternehmer gezwungen sein könnten, ihre Geschäfte zu schließen. An wen können sich die betroffenen Dattelner Unternehmer, auch aus anderen Branchen, wenden, wenn ihre Existenz durch die steigenden Kosten bedroht ist?

„Wir arbeiten bei diesem Thema eng mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Recklinghausen zusammen und haben über unsere Verteiler annähernd 400 Dattelner Unternehmen über die Hilfsangebote informiert, die auf der Internetseite der Kreisverwaltung gebündelt sind“, erklärt Dattelns Wirtschaftsförderer Stefan Huxel auf Nachfrage unserer Redaktion.

Gemeinsam mit den Kollegen des Kreises habe die Wirtschaftsförderung Datteln jüngst einen externen Energieexperten gewonnen, der in einem Online-Seminar kleinen und mittleren Unternehmen Tipps zum Energiesparen gegeben hat.

Etwa über die exakte Einstellung der Heizungsanlage bis hin zu moderner Technik. An die großen Unternehmen/Energieabnehmer seien die Energieversorger bereits weit im Vorfeld aktiv herangetreten, teilt der Wirtschaftsförderer zudem mit.

Darüber hinaus habe die Stadt Datteln einigen Unternehmen in Kooperation z.B. mit dem Quartiersmanagement Innenstadt Informationen, bzw. Links zu Fördergeldern rund um das Thema „energetische Sanierung“ zukommen lassen und Gespräche mit Vermietern sowie Verpächtern von Gewerbeimmobilien angestoßen, um ihnen die „energetische Sanierung“ ans Herz zu legen, so Huxel.

„Mit Energieversorgern stehen wir über das Netzwerk der Wirtschaftsförderer im Kreis Recklinghausen (Kreisverwaltung/WIN EL) ebenfalls im regen Austausch, um so auch die Sorgen/Nöte der kleineren und mittleren Unternehmen vermitteln zu können und gegebenenfalls die Unternehmen zu informieren“, so der Wirtschaftsförderer. Auch die Kammern (HWK, IHK) haben laut Huxel „ihr Beratungsangebot aufgestockt, sodass wir bei Anfragen die Unternehmen auch an die entsprechenden Experten verweisen“.