Amateurfußball

Nach immer mehr Spielabbrüchen: Fußballverband im Norden möchte dagegen vorgehen

Seitdem der Spielbetrieb wieder aufgenommen worden ist, gab es im Norden Deutschlands vermehrt Vorfälle und Spielabbrüche im Amateurfußball. Dagegen möchte der Verband nun vorgehen.
Nach immer mehr Spielabbrüchen möchte ein Fußballverband dagegen vorgehen (Symbolbild).

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) untersucht die Vorfälle bei Punktspielen in den Amateurklassen. Mit der Aufnahme des Spielbetriebs nach der Corona-Pause ist es vermehrt zu Auseinandersetzungen und Spielabbrüchen gekommen. „Nach dem Wiederbeginn ist es zumindest gefühlt so, dass die Zahl der Fälle zunimmt“, sagte SHFV-Geschäftsführer Tim Cassel den Zeitungen des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (Dienstag). Derzeit werden die Fälle analysiert. Rein statistisch müsse man aber einen längeren Zeitraum betrachten, um einen Trend ablesen zu können, sagte Cassel.

„Tätlichkeiten müssen hart sanktioniert werden. Wir müssen aber alles in den Blick nehmen und herausfinden, wie es im Einzelfall dazu gekommen ist“, betonte der 49-Jährige. Vor Jahren hatte der Verband das Projekt „Schleswig-Holstein kickt fair“ ins Leben gerufen. Es gibt Schulungen, in konkreten Konflikten Mediationen und Schlichtungsgespräche. „Wir haben alternative Sanktionsmaßnahmen wie etwa Anti-Aggressions-Trainings“, berichtete Cassel. „Ich denke, dass wir mit unseren Instrumenten in der Lage sind, derartige Vorfälle in den Griff zu bekommen und solche Konflikte nachhaltig zu lösen.“

dpa