DSW21 schickt ersten Elektrobus in Dortmund auf die Straße Vorhut für eine ganze E-Flotte

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Busfahrerin Bettina Brokemper und der stellvertretende Bus-Werkstattleiter Karsten Werner mit dem ersten Elektrobus.
Der erste DSW21-Elektrobus vom Hersteller Solaris auf dem Betriebshof in Brünninghausen zusammen mit Busfahrerin Bettina Brokemper und dem stellvertretenden Bus-Werkstattleiter Karsten Werner © DSW21
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Sie sind für das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 in Dortmund ein ganz wichtiger Baustein: die heiß erwarteten E-Busse der Stadtwerke. Der erste Elektro-Gelenkbus ist jetzt auf dem Betriebshof in Brünninghausen eingetroffen – als Vorhut für 29 weitere baugleiche Fahrzeuge, die in den nächsten Wochen vom polnischen Hersteller Solaris geliefert werden.

„StromFahrer“ steht in großen, weißen Lettern auf den Scheiben. „StromFahrer“ ist das 37,9 Millionen-Euro-Projekt, mit dem DSW21 in die emissionsfreie Antriebstechnologie einsteigt. Der neue E-Bus hat eine Mindestreichweite von 200 Kilometern und schnellladefähige Akkus.

Erst im Frühjahr soll die gesamte E-Busflotte in den regulären Linienbetrieb gehen; denn eine ausgiebige Vorbereitungsphase ist vorgeschaltet. Unter anderem müssen hunderte Busfahrer und -fahrerinnen sowie Beschäftigte in der Werkstatt im Umgang mit der neuen Antriebstechnologie geschult und die Ladeinfrastruktur fertiggestellt werden.

Von Mengede bis Sölde

Fahrgäste, die auf den viel frequentierten Linien 470, 440 und 437 unterwegs sind, dürfen dann ab Frühjahr in die klimafreundlichen Busse steigen und die Elektromobilität live erleben. Von Mengede bis Sölde, einmal quer durch Dortmund.

Die DSW21-Busflotte, die ohnehin zu den modernsten des Landes gehöre, werde mit den E-Fahrzeugen „im Hinblick auf Klimafreundlichkeit nochmal ein ganz neues Level erreichen“, freut sich Verkehrsvorstand Hubert Jung. „Neben dem reduzierten Schadstoff-Ausstoß sinkt als weiterer Bonus auch gleichzeitig der Geräuschpegel der Fahrzeuge. Dies alles zahlt direkt auf die Lebensqualität in unserer Stadt ein.“

Ladestation für 30 E-Busse

Beim notwendigen Umbau des Betriebshofs hat DSW21 zuletzt ebenfalls große Fortschritte erzielt. So wurde Mitte November in Brünninghausen eine neue Übergabestation in Betrieb genommen, an die nun schrittweise vier Trafostationen angeschlossen werden. Gemeinsam bilden sie das Rückgrat der Ladeinfrastruktur für die 30 Elektrobusse.

Dazu zählt laut DWS21 auch eben jene fünf Megawatt starke und insgesamt 150 Tonnen schwere Trafostation, die Anfang Oktober mittels Spezialkran in vier bis fünf Metern Tiefe in die Erde gesetzt wurde. Um die außergewöhnliche Konstruktion mit frei zugänglicher Dachterrasse vom Erdreich abzuschirmen, hat DSW21 sie in einer großen Betonwanne platziert.

Die E-Busse, die in Sachen Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit ihren herkömmlichen Pendants in nichts nachstehen sollen, werden auf dem Betriebshof in Brünninghausen zentral geladen und dafür einmal täglich gegen einen frisch geladenen Bus ausgetauscht. Sie können auch bei Sonderveranstaltungen flexibel eingesetzt werden.