Dutzende Schafe statt Rasenmäher an Dortmunds Autobahnen im Einsatz – funktioniert das?

Freier Mitarbeiter
Carolin Diekmann von der Autobahn Westfalen GmbH hat im Frühjahr den Nachwuchs bei den tierischen „Kollegen“ – den rasenmähenden Schafen – begrüßt. © Autobahn Westfalen
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Seit etwas über einem Jahr grasen etwa 40 Schafe auf den Entwässerungsanlagen an der A2 bei der Stadtgrenze Dortmund/Lünen und der A40 bei Dortmund-Kley und Dortmund-Somborn.

„Das ist eine echte Entlastung. Dank der Tiere können wir unsere Leute verstärkt für andere Unterhaltungsarbeiten auf der Strecke einsetzen“, zieht Projektleiter Nedzad Arslanovic positive Bilanz für das Umweltprojekt der Autobahn GmbH Westfalen.

Die tierischen Rasenmäher kommen auch der Fauna zugute: Die Schafe arbeiten sich, im Gegensatz zu Maschinen, stückchenweise voran, sodass Insekten und Kleintiere Ausweichflächen haben.Zudem gibt es keine Abgase und keinen Lärm durch die Maschinen – und Pflanzengifte müssen auch nicht eingesetzt werden.

Schafe besser als Maschinen?

Auch der Boden werde besser vor Erosion geschützt, da die Schafe die Wurzeln der Pflanzen nicht beschädigen, heißt es in der Bilanz. Und: „Unsere tierischen Kollegen sind bei jedem Wetter auf der Fläche, das schafft keine Maschine“, sagt Nedzad Arslanovic.

Bei den Anwohnern kommen die mähenden Nachbarn gut an. Eine der Entwässerungsanlagen befindet sich in der Nähe einer Grundschule. „Die Kinder sind begeistert“, erklärt Nedzad Arslanovic. Es gebe sogar schon eine Anfrage, ob man nicht auch Zwegponys auf der Fläche grasen lasse wolle.