Der Festivalfreitag

Juicy Beats 2022 gestartet: „Für den Alarm haben wir K.I.Z.!“

Der Dortmunder Westfalenpark ist Party-Ort für zigtausend Musikfans. Das Juicy-Beats-Festival hat begonnen. Mit Künstlern wie Rapper Kontra K oder Querbeat feiern am Freitag 11.000 Menschen.
Endlich wieder große Party: Das Juicy Beats im Westfalenpark ist eröffnet. Viel Spaß hatte auch die Band Roy Bianco und die Abbruzati Boys.
Endlich wieder große Party: Das Juicy Beats im Westfalenpark ist eröffnet. Viel Spaß hatte auch die Band Roy Bianco und die Abbruzati Boys. © Joscha F. Westerkamp

Endlich wieder Juicy Beats! Schon bevor die Musik läuft, feiern die Besucher im Dortmunder Westfalenpark eine riesige Party. Drei Jahre mussten sie warten, bis das Musikfestival wieder an den Start ging. Umso ausgelassener ist die Stimmung an diesem Freitag.

Beim Blick auf das Publikum scheint es nur eine Regel fürs Feiern geben: Die Outfits müssen möglichst kreativ oder äußerst knapp sein. Es feiert die Gruppe junger Männer im trashigen Bademantel. Daneben posieren die Frauen für ein Selfie. Jeder scheint hier jeden zu kennen – alle haben Spaß.

Sehen und gesehen werden

Sehen und gesehen werden ist vielen wichtig, doch auch die Liste der Musiker, die an diesem Freitag und Samstag in Dortmund auf die Bühne treten, kann sich sehen lassen. Am Freitag ist es der Rapper Kontra K, der die Massen begeistert. Deutscher Hip Hop mit harten Zeilen von einem kräftigen Typen. Er freute sich auf die Dortmunder Fans. Im Interview mit den Ruhr Nachrichten sagte er: „Man kann mit Live-Musik endlich wieder glänzen.“ Das sei es, wofür er Musiker geworden sei – vor den Menschen aufzutreten und mit ihnen in den Austausch zu treten.

„Wir wollen immer den heißen Scheiß auf das Gelände holen – und für den Alarm haben wir K.I.Z.“, sagt Juicy-Beats-Organisator Carsten Helmich am Freitag im Gespräch mit unserem Reporter.

Es ist ihm wohl gelungen. K.I.Z treten am Samstag auf, es spielen noch Rin, Juju oder Querbeat auf der großen Bühne, doch es gibt noch die vielen kleinen Bühnen, die den Fans auch viel Spaß machen. Eine Mischung aus Pop, Hip Hop oder Indie-Rock – einzelne Musiker, Bands oder DJs: Musik für die Zielgruppe, die beim Blick über das Festival-Gelände zwischen 18 und 38 zu sein scheint.

Corona noch nicht ganz vergessen

Corona – war da was? Drei Jahre mussten die Fans darben – und auch für Organisator Helmich war dies eine keine leichte Zeit. Doch mit Öffnung der Tore sei der erste Druck von ihm abgefallen, schließlich habe man das nach drei Jahren wieder gemacht. „Wir mussten uns an ganz viele Dinge erst wieder erinnern, was den Aufbau angeht.“

Glück haben Veranstalter und vor allem die Fans mit dem Wetter. Die Sonne scheint, die Wolken sorgen dafür, dass sie nicht so gnadenlos vom Himmel brennt. 24 Grad. Dass der Regen ausbleibt, freut auch die Camper auf dem Parkplatz ein paar Hundert Meter neben dem Park an den Westfalenhallen. Auch hier zwischen den Zeltburgen feiern die Juicy-Fans.

Juicy Beats ist ein Publikumsmagnet, auch wenn es wegen der Corona-Pandemie dieses Mal nicht ausverkauft ist. Das Festival macht Dortmund zur Party-Hochburg für Menschen aus der ganzen Republik. Für den Samstag erwarten die Veranstalter die doppelte Besucherzahl: Über 20.000 Menschen.

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