Dorstfeld

Polizei durchsucht Wohnungen von Rechtsextremen in Dortmund

Die Dortmunder Polizei hat am Freitagmorgen die Wohnungen von zwei Rechtsextremen durchsucht. Den Neonazis (27/29) wird vorgeworfen, in dieser Woche etwas gestohlen zu haben.
Beseitigung der Nazi-Kiez-Graffiti Emscherstraße Thusneldastraße © Kevin Kindel

Wo sind die Fahnen, die rund eine Woche lang auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld hingen? Wenige Tage nach dem Verschwinden hat die Polizei die Wohnungen zweier bekannter Rechtsextremer an der Emscherstraße durchsucht. Und sich anschließend gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft auch geäußert.

Demnach hätten die Ermittlungen der Soko Rechts zu den beiden Szene-Mitgliedern (27/29) geführt. Zeugen hätten am Dienstagabend (7.6.) beobachtet, wie die meterhohen Fahnen vom Wilhelmsplatz abgerissen und mitgenommen worden seien. Unter anderem hatten die „Quartiersdemokraten“ auf Twitter darauf hingewiesen. Sie setzen sich für Demokratie und Toleranz und gegen Rechtsextremismus ein.

Neue Fahnen sollen in den nächsten Tagen hängen

Sie wiesen auch direkt darauf hin, dass die neuen Fahnen bereits bestellt seien. Anlässlich des „Pride“-Monats Juni waren auf dem Wilhelmplatz Regenbogen-Fahnen aufgehängt worden. So will man auf die Rechte homo-, bi- und transsexueller Menschen hinweisen – in ein paar Tagen dann offenbar wieder.

Gefunden habe man die Fahnen in den Wohnungen zwar nicht, erklärte ein Polizeisprecher auf Nachfrage. Die Ermittlungen gegen die beiden Rechtsextremen dauern laut Polizei und Staatsanwaltschaft dennoch weiter an.

Diese Fahnen hingen bis zum Dienstagabend auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld. © Quartiersdemokraten

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