Verdächtiges Auto entdeckt: 81.000 Zuschauer mussten im BVB-Stadion bleiben

Ein verdächtiges Auto auf dem Parkplatz E3, unweit des Signal-Iduna-Parks, löste am Samstagabend (6.8.) einen Großeinsatz der Polizei aus. © news4 Video-Line
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Schrecksekunde für die 81.365 Zuschauer gegen Ende der Partie Borussia Dortmund gegen Bayer Leverkusen: Die Polizei bat alle Fans eindringlich, das Stadion nach dem Schlusspfiff nicht zu verlassen. Außerhalb des Stadions gebe es einen laufenden Polizeieinsatz.

In den sozialen Medien nannte die Polizei Dortmund um 20.20 Uhr nähere Details: Auf dem etwas abseits vom Stadion gelegenen Parkplatz E3 an der Ardeystraße stehe ein verdächtiges Auto mit laufendem Motor. „Da nicht auszuschließen ist, dass von diesem Fahrzeug eine Gefahr ausgehen könnte, werden alle Stadionbesucher gebeten, das Stadion nach Spielschluss nicht zu verlassen.“

Und weiter: „Bitte bleiben Sie auf Ihren Plätzen und verhalten Sie sich ruhig. Wir treffen gerade unsere ersten Maßnahmen um die Gefahrensituation zu beseitigen. Damit die polizeilichen Maßnahmen ungestört durchgeführt werden können, bitten wir alle Personen, das Stadion Umfeld zu meiden. Wir informieren Sie, wenn die Gefahr vorbei ist.“

Das war offensichtlich um 20.48 Uhr der Fall: „Wir möchten Euch hiermit darüber informieren, dass Ihr das Stadion nun geordnet verlassen könnt“, schrieb der BVB auf Twitter. Kurze Zeit später war der Stadion-Vorplatz voll – die Fans machten sich nach der unfreiwilligen Verlängerung schnell auf den Heimweg.

Gegen 21.10 Uhr gab es weitere Informationen von der Polizei: „Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen konnten wir klären, dass von dem Fahrzeug keine Gefahr ausging“, schrieb die Polizei. „Der Motor lief aufgrund eines technischen Defektes.“

Eine Person, „die dem Fahrzeug zugeordnet werden konnte“, wie es eine Polizeisprecherin im Gespräch mit unserer Redaktion formulierte, war im Zuge der Ermittlungen vorläufig festgenommen worden. Sie hatte sich im Stadion das Spiel angesehen und den Wagen mit laufendem Motor stehen gelassen.

Der betroffene Parkplatz E3 wurde kurz darauf ebenfalls wieder freigegeben: „Alle Besucherinnen und -besucher, die auf dem Parkplatz E 3 geparkt haben, können Ihre Fahrzeuge erreichen und den Parkplatz verlassen“, twitterte die Polizei gegen 21.10 Uhr.

Unser Reporter beschrieb die Lage vor Ort als „relativ entspannt“. Alles sah nach einer normalen Abreisephase aus. Lediglich die Gruppen schwerbewaffneter Polizisten, die immer noch im Umfeld des Stadions standen, erinnerten an den Fehlalarm.