Blaue Brücke über die Stever Wird das neue Bauprojekt noch teurer als 3 Millionen Euro?

Redakteurin
Die blaue Brücke am Walzenwehr in Haltern ist mit einem Bauzaun abgesperrt.
Steverbrücke am Walzenwehr ist technisch ein elegantes und einmaliges Bauwerk. Sie hat nur nicht lange gehalten und ist seit gut zwei Jahren gesperrt. © Silvia Wiethoff
Lesezeit

Die ortsbildprägende „Blaue Brücke“ über die Stever hat nur 15 Jahre gehalten, sie soll nun durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Die erste Kostenschätzung lag im September 2021 bei 2,6 Millionen Euro, ein Jahr später korrigierte die Stadt nach oben: Mit 3,15 Millionen Euro wird jetzt kalkuliert.

Ist von einer weiteren, erheblichen Preissteigerung auszugehen? Diese Frage stellte sich im Ausschuss Bauen und Digitalisierung.

Baudezernent Siegfried Schweigmann geht nicht von einer erneuten Kostensteigerung aus. 3,15 Millionen Euro für Gutachten, Abriss und Neubau seien realistisch. Noch in diesem Jahr soll der Neubau der Brücke über die Stever am Walzenwehr ausgeschrieben werden, für das erste Quartal 2023 ist der Abriss der alten Brücke geplant. „Ich habe keinen begründeten Anlass, von höheren Kosten auszugehen“, betonte Schweigmann im Rathaus. Man müsse natürlich die Ausschreibung abwarten.

Neue Sachlage betrachten

Sollten die Kosten wider Erwarten explodieren, wird die Politik neu entscheiden. Diese Hintertür hatte sie sich im Juni 2021 offen gehalten. Man wolle den Brückenbau nicht um jeden Preis umsetzen, betonte die CDU, die mit der WGH, FDP und den Grünen zunächst einmal für einen Neubau der Touristenattraktion stimmte. Die Stadt trägt nur einen Teil der Kosten.

Sie kann mit einer 90-prozentigen Förderung durch das Land rechnen. Die neue Kostenschätzung wurde nachgemeldet, die Bezirksregierung wartet vor einer Anpassung der Förderung nun aber zunächst die Ausschreibung ab. „Sollte sich eine neue Sachlage ergeben, werden wir neu entscheiden“, versprach Bürgermeister Andreas Stegemann.