Den Halternern geht es gut - aber mehr als die Hälfte wird vergessen!

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Gehälter unterscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen.
Gehälter unterscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen. Ein Vergleich der Städte muss auch immer einen Vergleich der Wohn- und Lebenskosten adressieren. © picture alliance / Karl-Josef Hi
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Die Zahlen lesen sich schön: in 20 Jahren sind die Gehälter der Halterner Bürgerinnen und Bürger um 57 Prozent gestiegen. Die Zahl beziffert den Gehaltsmedian des Bruttoeinkommens 2021 auf 4100 Euro. Das sind im Vergleich zu Recklinghausen knapp 500 Euro mehr. Doch genau wie in Recklinghausen oder Marl gibt es auch in Haltern Menschen, die an der Armutsgrenze leben und nicht von der Statistik aufgegriffen werden.

In Haltern haben 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger weniger als 4100 Euro brutto. Wie viel weniger, wird nicht aus den Zahlen ersichtlich. Doch diese Menschen sind genau so da, wie die, die mehr als den genannten Betrag verdienen.

Unterschiedliche Städte bedeuten unterschiedliche Wohnkosten

Ein weiterer Unterschied sind die Mieten: Wohnen in Haltern ist begehrt. Das regelt den Marktwert von Wohnungen und Häusern. Wer sich das nicht leisten kann, zieht nicht nach Haltern. Im Umkehrschluss wohnen eben meistens diese Menschen in Haltern, die es sich finanziell leisten können, hier zu wohnen.

Vergessen werden dabei Menschen, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, nicht arbeiten können oder die keine Lohnerhöhung in den letzten 20 Jahren hatten. Auch sie gehören zur Seestadt – auch wenn sie die Statistik nicht repräsentiert.