Meinung

Wirklich teuer, aber trotzdem eine gute Idee: Der Radturm für Haltern

Ein Turm für Fahrräder am Bahnhof in Haltern könnte die Parkplatz-Situation für Radfahrer verbessern – aber er wird teuer. Trotzdem eine Investition für die Zukunft, meint unsere Kommentatorin.
So könnte der Turm von innen aussehen – modern, videoüberwacht und voller Technik.
So könnte der Turm von innen aussehen – modern, videoüberwacht und voller Technik. © andré stocker design

Für einen Parkhaus-Turm schlappe 900.000 Euro auf den Tisch zu legen, klingt im ersten Moment nach Geldverschwendung. Der Eindruck der Verschwendungssucht verstärkt sich, wenn man hört, dass nur 120 Räder in dem schicken Kasten Platz haben. Doch bei genauerer Betrachtung ist der Radturm eine geniale Idee.

Wie haben wir uns den typischen Radfahrer vorzustellen, der in Haltern vom Bahnhof wegfährt? Statistisch gesehen haben diese Menschen immer öfter ein E-Bike. Wer schonmal ein elektrisches Fahrrad gekauft hat, der weiß: die Dinger sind verdammt teuer. Solche Räder im Freien anzuschließen, ist nicht wirklich beruhigend für den Besitzer.

Ein wichtiges Zeichen für die Verkehrspolitik

Der Radturm wäre eine tolle Ergänzung für die immer größer werdende Zahl von Menschen, die teure Fahrräder haben. Das Fahrrad ist schließlich längst nicht mehr nur ein Vehikel für den lauschigen Wochenendausflug. Es ist zu einem Status-Symbol geworden. Immer mehr Marken setzten auf teure Hightech-Räder. Der Radturm würde diesem Trend nur logisch folgen.

Nicht zuletzt wäre er ein starkes und markantes Symbol für eine moderne Fahrrad-Politik in Haltern. Die Seestadt würde mit gutem Vorbild vorangehen und den Fahrrädern im Stadtbild ein prominentes Ausrufezeichen setzten.

Der Abend in Herten

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.