Haltern erhält Zuschüsse für den barrierearmen Ausbau der Innenstadt-Straßen

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Die Innenstadt-Straßen sollen keine Stolperfallen darstellen. Sie werden alle barrierearm ausgebaut.
Die Innenstadt-Straßen sollen keine Stolperfallen darstellen. Sie werden alle barrierearm ausgebaut. © Schrief
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Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westphalen hat das Städtebauförderungsprogramm für das Jahr 2022 veröffentlicht. Die Stadt Haltern am See ist eine von vier Städten im Kreis, die vom Land NRW und vom Bund gemeinsam gefördert wird. In den Genuss der Förderung kommen ferner Datteln, Herten und Marl.

„Ich freue mich besonders, dass die Förderung für den Kreis so hervorragend gelungen ist“, sagt der SPD-Bundestagsabgeordnete Brian Nickholz, der die Nachricht an die Kommune weiterleitete.

Neun Straßen und der Marktplatz

Die Stadt Haltern am See erhält für den barrierearmen Umbau der Innenstadtstraßen eine Fördersumme von 158.000 Euro. Das Geld fließt nach Auskunft der Stadt in die Straßen Richthof, Zum Stadtgraben, Zum Mühlengraben, Blombrink, Disselhof, Merschstraße, Kirchstraße, Markt, Rekumer Straße und Muttergottesstiege.

Es handele sich um die Bewilligung des Folgeantrags zum barrierefreien Umbau aus dem ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept), den die Stadt 2021 gestellt habe, erklärt dazu Stadtsprecherin Sophie Hoffmeier. Die vorherigen Maßnahmen – wie auch die Aufstellung von Spielstationen – sind auf Anträge aus den Jahren 2019 und 2020 zurückzuführen.

Im Juli 2021 hatte Ministerin Ina Scharrenbach bei einem Besuch in Haltern bereits Fördermittel in Höhe von 209.000 Euro für den barrierefreien Umbau der Innenstadtstraße und die Umgestaltung der „Melkstiege“, dem kleinen Pättken zwischen Schüttenwall und Krankenhaus, in einen Fuß- und Radweg mitgebracht. Denn schon 2020 war Haltern mit dem Projekt „Barrierearme Innenstadt“ in die Kategorie A des Städtebau-Förderungsprogrammes gerutscht.

Das steckt dahinter: Der öffentliche Straßenraum soll für alle Bürgerinnen und Bürger möglichst barrierefrei gestaltet sein. Dabei spielen die Belange von Menschen mit Behinderungen – angefangen von einer Sehbehinderung bis hin zu motorischen Einschränkungen – eine große Rolle. Die freundlicherer Gestaltung soll ebenso Menschen mit Rollatoren, Familien mit Kinderwagen und Radfahrern zugute kommen. Geplant ist, die Fugen der Natursteine in den Rinnen und Bändern mit Kunstharz zu schließen und großformatiges Naturstein-Großpflaster (Kopfsteinpflaster) auszutauschen und stattdessen Klinker einzusetzen. Die Arbeiten sollen 2022 beginnen.