Freiwilligendienst

Nach dem Abi engagiert sich Samira Schulte aus Haltern ein Jahr in Uganda

Gemeinsam mit weiteren Freiwilligen aus dem Bistum Münster reist Samira Schulte aus Haltern Anfang August nach Uganda. Dort erwarten die 18-Jährige nach dem Abi neue Herausforderungen.
Halternerin Samira Schulte zeigt Ort ihres Freiwilligendienstes in Afrika.
Samira Schulte wird sich ein Jahr über den Freiwilligendienst des Bistums Münster in Uganda engagieren. © Bischöfliche Pressestelle/Kiepe

Das Abitur ist geschafft, die Feiern sind abgeschlossen. Nicht mehr lange, dann macht sich Samira Schulte aus Haltern auf den Weg. Ab dem 7. August wird Lukumbi im Distrikt Nakaseke in Uganda ihr neues Zuhause auf Zeit. Ein knappes Jahr trennen sie mehr als 6000 Kilometer von ihrer Familie und ihren Freunden. Die 18-Jährige absolviert einen Freiwilligendienst im Ausland, der vom „weltwärts“-Programm über das Bistum Münster unterstützt wird.

„Ich wollte nach dem Abitur etwas Sinnvolles machen und habe aus dem Freundeskreis von der Möglichkeit erfahren, diesen Dienst über das Bistum zu leisten“, berichtet die junge Halternerin. Auf ihre Bewerbung erhielt sie eine Zusage. „Die Vorbereitung und die Projekte haben mich überzeugt“, sagt sie und fügt noch hinzu: „Anfangs hatte ich einige Bedenken, denn ich bin kirchlich nicht engagiert. Aber ich habe mich aufgenommen gefühlt und meine Sorgen wurden mir auch genommen.“

Intensive Vorbereitung auf Auslandsaufenthalt

Vor allem die Berichte von ehemaligen Freiwilligen hätten sie bestärkt, sich auf den Weg zu machen. Bei Vorbereitungstreffen und mehrtägigen Seminaren in Münster und Berlin hat sie sich gemeinsam mit weiteren 25 Bistumsfreiwilligen intensiv auf den Auslandsaufenthalt vorbereitet. „Ich bin froh, dass die Corona-Pandemie diese Möglichkeit wieder zulässt“, gibt sie zu.

Kind in Uganda beim Lernen
Das Bildungssystem ist in Uganda nicht so gut entwickelt wie in Deutschland. Die Folgen der Coronakrise wirkten sich noch schwerer aus als hier. © picture alliance/dpa/XinHua

Samira Schulte freut sich darauf, eine neue Kultur, andere Menschen und ein neues Klima kennenzulernen. Sie wird gemeinsam mit einer weiteren Freiwilligen das Schulprojekt „Ewaldi Children Education Fund“ unterstützen, das Kindern eine Schulbildung ermöglicht, die aus sozial schwachen Verhältnissen stammen oder Waisen sind. „In dem Projekt mit Internat und Schule gibt es viele Möglichkeiten. Wir können uns in der Betreuung, im Unterricht oder in der Nachhilfe engagieren“, erklärt sie.

Aber auch Freizeitangebote seien gefragt. „Die Kinder und Jugendlichen spielen zum Beispiel sehr gern Volleyball“, hat sie von den ehemaligen Freiwilligen erfahren. Kein Problem für die sportbegeisterte Halternerin, die gern joggen und schwimmen geht und im Verein tanzt.

Auch wenn bis zum Abflug Anfang August noch etwas Zeit bleibt, weiß die 18-Jährige schon, dass sie auf jeden Fall Fotos in ihren Koffer packen möchte, um ihr Zimmer in Lukumbi persönlich zu gestalten und ein Gefühl von Heimat zu erhalten. „Aber ich nehme auch ein Tagebuch mit. Denn ich mag es, meine Erlebnisse aufzuschreiben und so zu reflektieren“, verrät sie.

Momentan ist es ihr wichtig, viel Zeit mit ihren Eltern und den beiden Geschwistern zu verbringen. „Aber sie werden mich wahrscheinlich in den Osterferien besuchen“, freut sie sich.

Informationen zum Freiwilligendienst im Bistum Münster gibt es im Internet unter www.ms-freiwillig.de.

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