Streunerkatzen brauchen weiter Hilfe Das Thema muss endlich ernst genommen werden!

Eine Katze sind auf dem Waldboden, umgeben von grünen Blättern.
Streunerkatzen vermehren sich oft unkontrolliert. © picture alliance/dpa
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Tina Uhländer muss ihr Streunerkatzen-Projekt aus gesundheitlichen Gründen ein Jahr lang ruhen lassen. Das ist absolut verständlich, die eigene Gesundheit geht in jedem Fall vor. Doch ihr Engagement wird 2023 in Haltern auf jeden Fall fehlen.

Sie und andere Engagierte haben es in den letzten Jahren geschafft, dass die Zahl der Streunerkatzen in Haltern stark gesunken ist. Im Juni 2022 konnte Tina Uhländer verkünden, dass das Projekt kaum noch Streunerkatzen einfangen müsse. Ein Erfolg, der sich im kommenden Jahr ohne das ehrenamtliche Engagement wieder umkehren könnte.

Eigentlich ist es doch eine Schande, dass ein solch wichtiges Thema auf privaten Schultern lastet. Streunerkatzen sind nämlich ein echtes Problem. Sie vermehren sich unkontrolliert, leiden Hunger oder haben schwere Krankheiten. Es ist ein unsägliches Katzenelend.

Kastrationspflicht wäre möglich

Es wird höchste Zeit, dass das Thema von offiziellen Stellen angegangen wird. Die Stadt Haltern könnte zum Beispiel eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht erlassen. So eine gibt es bereits in Recklinghausen, Datteln, Oer-Erkenschwick oder den gesamten Kreisen Borken und Coesfeld. Es ist also durchaus möglich, diese Idee umzusetzen.

Es wäre eine Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit der Tierschützer. Auch jeder einzelne Katzenliebhaber kann etwas tun: Einfach die eigene Katze kastrieren und chippen, um die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen.