Transporter in der Lippe versenkt Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

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Der Transporter wird aus dem Wasser gezogen
Der Einsatz war in der Dunkelheit und wegen des schlammigen Wassers besonders schwierig. © Guido Bludau
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Es war der 4. November, als Feuerwehr, Taucherstaffeln, Polizei, DRK, DLRG und THW zum Großeinsatz an die Lippe in Lippramsdorf ausrückten. Zuvor hatten Angler verdächtige Reifenspuren im abschüssigen Uferbereich gefunden, die direkt ins Wasser führten. Sie alarmierten die Rettungskräfte. Der Verdacht, dass sich hier ein schreckliches Unglück ereignet haben könnte, lag nahe.

Mehrere Stunden lang waren die Rettungskräfte dann im Einsatz, ehe sie spätabends schließlich den weißen Transporter der Marke Fiat aus der Lippe ziehen konnten. Die Schlüssel steckten noch, Menschen befanden sich glücklicherweise nicht in dem Fahrzeug.

Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der Wagen auf einem Betriebsgelände in Bochum gestohlen worden war. Die Täter hatten ihn zum Transport von Altmetall, das sie ebenfalls auf dem dortigen Gelände mitgehen ließen, benutzt. Weil die Ursprungstat sich in Bochum ereignete, ermittelte auch die Polizei in der Ruhrgebietsstadt.

Weitere Ermittlungen?

Wie Sprecher Marco Bischoff erklärte, sei der Fall inzwischen an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Diese habe nun zu entscheiden, ob weiter ermittelt oder der Fall „ad acta“ gelegt werden solle. Ob es eine Spur zu den Tätern gibt, wollte der Polizeisprecher mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht verraten.

Die Täter hatten den Transporter in der Tatnacht irgendwo entladen und das leere Fahrzeug schließlich in der Lippe versenkt.