Tagesausstellung im Alten Dorf Westerholt

Acht Blickwinkel auf Herten

Die Fotogruppe „Umtriebig“ lädt zu einer Open-Air-Tagesausstellung in Westerholt ein. 48 Arbeiten reihen sich an der Mauer entlang und bieten ganz neue Perspektiven auf die Stadt.
Den Geist der Zeche Westerholt hat Klaus Fritsche mit der Kamera eingefangen. Eine Doppelbelichtung macht's möglich. © Klaus Fritsche

Bei ihrem Debüt im letzten Sommer haben sie das Alte Dorf Westerholt an der langen Mauer, die die Straße Freiheit säumt, in den Fokus gerückt. Inzwischen haben sich die acht Fotokünstlerinnen und Fotokünstler einen Namen gegeben und kehren als Gruppe „Umtriebig“ und neuen Perspektiven auf Herten zurück. „Herten – 8 Blickwinkel“ ist die Outdoor-Tagesausstellung inmitten der idyllischen Fachwerkhäuser am Sonntag, 15. August, übertitelt.

In der Zeit von 11 bis 18 Uhr können die Besucher an der langen Ziegelsteinmauer entlang auf eine fotografische Entdeckungsreise durch ihre Stadt gehen. Der Drachenbrücke werden sie dabei genauso begegnen wie Impressionen vom ehemaligen Zechengelände auf Schlägel & Eisen und anderen bekannten oder weniger bekannten Ecken in Herten.

Porträts, Makroaufnahmen, Wischtechnik…

„Der Reiz der Ausstellung liegt in den ganz unterschiedlichen fotografischen Herangehensweisen und Techniken. Es gibt Porträts, Makroaufnahmen, minimalistische Arbeiten, Wischtechnik, Schwarz-Weiß-Fotos, Farbaufnahmen… So lernt man seine Stadt aus völlig neuen Blickwinkeln kennen“, erzählt Anke Grau.

Mit dem Ziel, die eigenen fotografischen Horizonte zu erweitern und eigene Ausstellungen zu realisieren, hat die Hertenerin das Künstlerkollektiv Anfang 2020 zusammen mit sieben Fotografinnen und Fotografen aus dem ganzen Ruhrgebiet gegründet. Sie wohnt selbst seit 18 Jahren in einem der idyllischen Häuschen gegenüber der Mauer im Alten Dorf und ist die einzige in der Runde, die auch beruflich mit der Fotokamera unterwegs ist.

Die Heimatstadt unter der Lupe

„Umtriebig“ ist sie allerdings nur nach Feierabend – mit Leidenschaft und immer neuen Ideen. Mit den anderen Fotografinnen und Fotografen im Alter von 50 bis 75 Jahren hat Anke Grau auch das langfristige Projekt „8 Kostbarkeiten – Ruhrgebiet süß-sauer“ ausgeheckt, bei dem jeden Monat eine der Heimatstädte der Gruppenmitglieder unter die Lupe oder besser: Linse genommen wird. Nach Essen und Duisburg ist jetzt Herten an der Reihe. „Auch ich bekomme meine Stadt mit unserem Projekt ganz neu gespiegelt“, sagt Anke Grau.

Wie die anderen hofft sie jetzt nur noch auf gutes Wetter, denn bei Dauer-Regen kann die Open-Air-Ausstellung nicht stattfinden. Alle acht „umtriebigen“ Fotografinnen und Fotografen werden am 15. August vor Ort sein und beantworten gerne Fragen der Besucherinnen und Besucher. Eine Maske sollte jeder mitbringen, für Abstand zwischen den einzelnen Fotodrucken ist an der langen Mauer gesorgt. Weitere Infos gibt es hier

Der Abend in Herten

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