Serie: Partnerstädte in der Pandemie

Arras: Proteste gegen Corona-Maßnahmen trotz explodierender Fallzahlen

Corona bestimmt den Alltag – in Herten, aber auch anderswo. Wir werfen daher an dieser Stelle einen Blick auf unsere Partnerstädte. Diesmal geht es um die Lage im französischen Arras.
So sah der Place des Heros vor dem Glockenturm Beffroi d’Arras und dem Rathaus beim ersten Wochenend-Lockdown im März 2021 aus. © picture alliance/dpa/AFP

Trotz rasant ansteigender Infektionszahlen: Von französischen Verhältnissen sind wir in Deutschland noch weit entfernt. 332.476 neue Fällen wurden alleine am Donnerstag (13.1.) in Frankreich registriert.

Auch in Arras, das am 10. Juni 1984 zur ersten Hertener Partnerstadt wurde, ist die Situation sehr angespannt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Département Pas-de-Calais, dessen Verwaltungssitz die Stadt mit ihren knapp 42.000 Einwohnern ist, liegt aktuell bei 1804,5 – in der gesamten Region Hauts-de-France sogar bei 3116,9. 253 Menschen befinden sich im Zusammenhang mit Covid-19 in Pas-de-Calais (Einwohnerzahl am 1.1.2019: 1.465.278) zurzeit im Krankenhaus – davon liegen 44 auf den Intensivstationen. Bisher sind in dem Département 2102 Personen mit oder an dem Coronavirus verstorben. Die Quote der doppelt Geimpften ist höher als hierzulande und beträgt 79,7 Prozent.

Im März 2021 war Pas-de-Calais eines der ersten von insgesamt 20 Departements in Frankreich, die von der Regierung zur Eindämmung der Pandemie an Wochenenden gesperrt wurden. Damals durften etwa Nicht-Lebensmittelläden, die größer als 10.000 Quadratmeter sind, nicht mehr öffnen. Der Lockdown ist zwar vorbei, der Frust in der französischen Bevölkerung sitzt weiter tief: Über 100.000 Menschen haben am vergangenen Wochenende gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.

Der Abend in Herten

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.