Baumschutz in Herten: TOP-Partei scheitert mit Arbeitskreis-Idee

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Ein Arbeiter setzt eine Motorsäge an einem Baumstamm an.
Herten hat nach wie vor keine Baumschutzsatzung. © picture alliance / dpa
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Man sei nicht gegen den Schutz der Bäume, aber gegen die Baumschutzsatzung in der von der Verwaltung vorgelegten Form, argumentierten damals auch Mitglieder der TOP-Partei. 29 Vertreter von CDU, TOP, AfD, FDP und LOS-Fraktion stimmten damals gegen die Baumschutzsatzung, 21 Politiker von Grünen, SPD und Linken sowie zusätzlich Bürgermeister Matthias Müller votierten dafür.

Die TOP-Partei formulierte schon damals die Idee, einen Arbeitskreis (AK) Baumschutz zu gründen. Der solle sich aus jeweils einem Vertreter aus jeder Ratsfraktion sowie zuständigen Mitarbeitern aus Zentralem Betriebshof und Verwaltung zusammensetzen. Ziel des Arbeitskreises sei „die gemeinsame Erarbeitung einer Satzung, die Baumschutz und proaktive Fortentwicklung des Stadtgrüns in sich vereint“.

Diesem Ansinnen erteilte die Mehrheit der Mitglieder sowohl des Klima- als auch des Betriebsausschusses nun eine Absage und folgte damit dem Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Das letzte Wort hat der Rat

Die argumentiert: „Eine erneute Diskussion und neue Fassung der Satzung, welche tatsächlich zielführend für einen effektiven Baumschutz, -erhalt und -ersatz zur Klimafolgenanpassung sein könnte, kann durch die Bildung eines AK nicht erkannt werden. Zudem ist die Geschäftsführung und Begleitung eines AK sehr stark Kapazitäten bindend, zumal mehrere Arbeitskreise bereits existieren. Ansätze, um Bäume im öffentlichen Raum zu entwickeln, werden ohnehin verfolgt.“

Das letzte Wort hat am 28. September der Rat.