Tag des offenen Denkmals

Besucher reisen zurück in Hertens Geschichte

Vier Stationen, viele Besucher und lebendige Erinnerungen: Am bundesweiten Tag des offenen Denkmals konnte man viel über Hertens Geschichte erfahren.
Von Klaus Benzek aus dem Knappenverein St. Barbara (r.) erfährt Besucher Paul Klein-Bösing allerlei Wissenswertes zur Arbeit eines Bergmanns. © Banu Altun

Der Tag stand in diesem Jahr unter dem Motto „Sein und Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“. Vor dem „Bergbaumuseum Mühlpforte“ in Westerholt stand dabei zum Beispiel Jochen Schmidt vom Knappenverein St. Barbara Bergmannsglück/Westerholt und tauchte mit den Besuchern in die Geschichte der denkmalgeschützten Mühlpforte ein.

Unter anderem (v.l.) Klaus Bonzek, Paul Freynik, Jochen Schmidt, Felix Farinski und Peter Mietz (2. Vorsitzender) vom Knappenverein St. Barbara bieten eine interessante Führung durch das Bergbaumuseum Mühlpforte.
Unter anderem (v.l.) Klaus Bonzek, Paul Freynik, Jochen Schmidt, Felix Farinski und Peter Mietz (2. Vorsitzender) vom Knappenverein St. Barbara bieten eine interessante Führung durch das Bergbaumuseum Mühlpforte. © Banu Altun © Banu Altun

Nach einer Komplett-Restaurierung durch freiwillige Helfer wurde diese im Jahr 2000 wieder eingeweiht. Heute befindet sich darin das Vereinsheim mit zahlreichen Relikten aus der Welt der Bergleute, wie auch Jochen Schmidt einer war. Mit ihm schwelgten die Freunde Rolf und Helmuth aus Oberhausen, die auf ihrer 60-Kilometer-Radtour auch Halt in Westerholt machten, in Erinnerungen.

Am Tag des offenen Denkmals gibt es an vier Stationen in der Stadt viel zu erfahren. Wie hier an der Westerholter Mühlpforte, an der Jochen Schmidt (r.) den Radfahrern Rolf (l.) und Helmuth aus Oberhausen Interessantes zur Geschichte des Baus erzählt und mit ihnen in Bergbauerinnerungen schwelgt.
Am Tag des offenen Denkmals gibt es an vier Stationen in der Stadt viel zu erfahren. Wie hier an der Westerholter Mühlpforte, an der Jochen Schmidt (r.) den Radfahrern Rolf (l.) und Helmuth aus Oberhausen Interessantes zur Geschichte des Baus erzählt und mit ihnen in Bergbauerinnerungen schwelgt. © Banu Altun © Banu Altun

„Das Zechensterben haben wir mitgemacht“, sagte Helmuth, der zum Beispiel auf der Schachtanlage Concordia gearbeitet hat. Kumpel Rolf war unter anderem im Bergwerk Prosper Haniel aktiv.

Klaus Bonzek vom Knappenverein führte mit viel Fachwissen interessierte Besucher durch das Vereinsheim. Darunter Christel Grote-Schepers und Paul Klein-Bösing aus Dorsten. Am Ende schwärmten beide: „Die Führung war sehr gut und sehr informativ“, so Christel Grote-Schepers. Paul Klein-Bösing, der sich sehr für Details interessiert und viele Fotos schoss, meinte: „Wir haben sehr viel Neues gelernt.“

Spannende Fakten zur Dampffördermaschine

Die Führungen der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur auf dem Zechengelände Schlägel & Eisen stießen ebenfalls auf reges Interesse. Zunächst erzählte Paul-Walter Georgi den Besuchern spannende Fakten zur imposanten Dampffördermaschine.

Paul-Walter Georgi (r.) erklärt den Besuchern die Funktionsweise der Dampffördermaschine auf dem Zechengelände Schlägel und Eisen.
Paul-Walter Georgie (r.) erklärt den Besuchern die Funktionsweise der Dampffördermaschine auf dem Zechengelände Schlägel und Eisen. © Banu Altun © Banu Altun

„Das Fördermaschinenhaus war immer der Stolz des Bergwerks“, erklärte anschließend Jürgen Wagner, der die Besuchergruppe draußen um die Türme von Schacht 3 und 4 führte. Ersterer stammt aus dem Jahr 1896/97 und ist das älteste erhaltene Fördergerüst der Bauart Promnitz 3 in Nordrhein-Westfalen. Das Gerüst von Schacht 4 wurde 1984/85 errichtet.

Jürgen Wagner (r.) steckt die Besuchergruppe auf dem Zechengelände Schlägel und Eisen mit seiner Begeisterung für das Thema Bergbau an.
Jürgen Wagner (r.) steckt die Besuchergruppe auf dem Zechengelände Schlägel und Eisen mit seiner Begeisterung für das Thema Bergbau an. © Banu Altun © Banu Altun

Auf diese Weise lernten die Besucher vieles, was in der Schulbildung unerwähnt bleibt. Darunter viel Technisches, was den Besuchern Lars und Yvonne Baranowski sehr gefiel. Yvonne Baranowski lobte: „Und ich finde, beide Herren brennen dafür. Das haben sie echt klasse gemacht. Auf jeden Fall weiter machen damit!“

Ebenfalls auf Schlägel & Eisen boten die Macher von „Ruhrpott Whisky“ eine Whisky-Tour an. Außerdem öffneten am Tag des Denkmals noch das Heimatmuseum Westerholt und das Scherlebecker Maschinenhaus ihre Pforten.

Der Abend in Herten

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